Wenn doch der Wind nicht wär…!

Bei Fokiano blieben wir zwei Nächte, der nette Wirt, Koch und Kellner in Einem von der einzigen Taverne im Dorf war zwar noch nicht da, doch am zweiten Tag hatte er offen und bekochte uns wieder wunderbar und grosszügig. Im Nu waren eine Menge Katzen da, die hungrig miauten.

Sigi wollte sie mit paar Resten füttern, ein kleiner Winzling, schwächlich aussehend kam eindeutig zu kurz, Sigi wollte ihm separat von Hand was zustecken, der verbiss sich aber sogleich in Sigis Fleisch…Ähh Finger, der wilde Kerl hing ihr noch an der Hand als sie diese zurück und nach oben zog. Und biss kräftig weiter, bis sie ihn endlich abschütteln konnte. Schnell holte ich Desinfektionsmittel und Verbandszeug… sicher ist sicher!

Micky genoss diesen Platz zu unserem Leid, verwandelte sich in Sekunden in ein grün-schwarzes, stinkendes Monster und Sigi musste nebst unserem täglichen en Vergnügungsschwimm noch etliche Male mit Micky an der Leine ins Meer hüpfen, um für kurze Zeit wieder einen weissen Hund zu haben😜🤭.

So ganz ohne Handy und Internet… hmm es zog mich/uns weiter…!

Über die neue Strasse, von wo man weit oben die tolle Aussicht geniessen konnte und auf dieser überdimensionierten Superstrasse, die „uns allein gehörte!“😉 gemütlich tuckern und Fotostopps einlegen konnte, nur ab und zu auf Geröll, über Steinbrocken bis zu riesigen Felsen die auf die Strasse runter gepoltert sind, achten musste. 

Dann über wilde, rauhe Berge, eine Landschaft wie wir es lieben, unbegehbares Gestrüpp mit verschiedensten Sträuchern und Pflanzen, Bäumen in ganz verschiedenen Grüntönen. Ab und zu eine Ziegenherde, paar Hunde und Steine… Steine…Steine.

Richea, Vychlada Beach… auch da waren wir schon mal, aber konnten uns auf der fantastischen Fahrt durch die wunderschöne Landschaft, Berge, Felsen und schmucken, süssen Dörfchen nicht satt sehen. Immer wieder musste ich anhalten (was auf dieser kaum befahrenen Route gut möglich war) um Fotos zu machen und über so viel Schönheit und Wildheit zu staunen.

Die Auf dem steilen, schmalen Serpetinenweg in diese einsame Bucht begegneten wir einzig einem Ziegenbauern, der paar hartnäckige Ziegen aufscheuchte, die sich bei ihrer Siesta auf dem warmen Asphalt nicht stören lassen wollten.

Unten angekommen ein leerer toller Strand, ein Bulli und zwei Autos am Rande/Parkplatz von Kletterern… und ein Hütehund reklamierte die Störung von uns und unseren Hunden bellend, ohne dass wir die bimmelnde Herde samt Aufpasser in den Felsen und Gebüsch erspähen konnten. 

Nach dem kleinen Spaziergang, wo Sigi an dem total sauberen Strand grad mal zwei lange Angelschnüre inkl. grossem Angelhaken zusammen nahm… 

(einfach unverantwortlich von den Fischern, nicht nur dass Hunde sich darin verwickeln und verletzen können, auch spielende Kinder oder sonnende Erwachsene können reintreten!) haben wir uns gemütlich installiert, der passende Baum für meine Hängematte steht super platziert zwischen Monschterburg und Meer und ich geniesse noch die letzten paar Sonnenstrahlen, bevor sich die wärmende Sonne hinter dem Berg verabschiedet und es kühl wird.

Übrigens ein Genuss hier… ohne lästige Insekten!

Der wacker arbeitende Hütehund hat sich an unseren Anblick gewöhnt und ist ruhig, die Ziegen sind bis auf die Klippen runter geklettert.

Abends weht zwar der Wind, aber wir sitzen zum Kartenspielen doch draussen. Steine zum Karten beschweren hat es am Kieselstrand ja genug.

Inzwischen sind die paar Autos weg und wir mutterseelenallein an dem paradiesischen Platz, nur das Vogelgezwitscher und Wellenrauschen ist zu hören. 

Wie immer wird es sehr schnell dunkle Nacht und wir bemerken erschreckt… Castello, der bis vor kurzem immer ums Womo rumtobte und auf die Eukalyptusbäume kletterte, war verschwunden… alles Rufen und mit Guetselisack knistern nutzte nichts, der Tracker bringt leider hier, am Ende der Welt, wieder mal nichts.. keine Verbindung!!😡 Sigi mit Taschenlampe und Leckerlistängeli bewaffnet geht auf die andere Buchtseite beim Sumpf und Müllkontainern suchen, ich versuche den Strand mit dem Suchscheinwerfer auf dem Womodach auszuleuchten. Als Sigi erfolglos zurück kam war ich schon entsetzt und verängstigt… nein nicht schon wieder, aber hier haben wir doch keine Schakale gehört…!

Dann leuchte ich noch ins Gebüsch an der Küste hoch… und wer springt da selbstvergessen herum und jagt nach irgendwelchen Getieren… CASTELLO!! Froh, ihn wieder zu haben und Ärger über seinen frechen Ungehorsam wechseln sich ab😜🐾😍🐾😡.

Nachts regnete es ein bisschen, Rulo darf die Nacht unangeleint draussen schlafen, was uns zwar auch nicht richtig beruhigt schlafen liess, sein GPS funktioniert hier ja auch nicht und falls er vor einem überraschenden Gewitter panikartig fliehen würde.. sich verirren würde ..?  Aber nichts dergleichen, er freute sich am Morgen, Sigi zu begrüssen und wedelte mit seiner Rute bis zur Nasenspitze… sooo Häppy Dog!🐾😍🐾… dafür brachte er heute nach dem Spaziergang ein unerwünschtes Geschenk mit… ein übelriechendes 🤮🤢verwestes Ziegenbein. Das überlass ich denn auch Sigi, das Geschenk gegen ein Hundeguetsli zu tauschen und schnellstens in dem entferntesten Kontainer auf dem Platz zu entsorgen!

Mittags war heute auch wieder die Sonne

gekommen, leider ist die Bucht von den hohen felsigen Bergen eingekesselt und somit verschwindet die Sonne schon am frühen Nachmittag.

Wir haben die Wärme aber genutzt und sind in den sanften, langgezogenen, klar blaugrünen Wellen schwimmen gegangen… einfach herrlich! Janosch kam natürlich mit, er liebt es mit uns schwimmen zu gehen.. nun sonnt er sich im warmen Sand trocken.

Sigi sitzt im Campingstuhl und ich lass mich vom Wind im Hängesessel schaukeln.

Da wir hier wiedermal überhaupt kein Handynetz haben und die Sonne etwas wenig die Solarpanel speist, müssen wir wieder mal etwas sparsam mit Strom umgehen und den Wandler zwischendurch abstellen. .. somit auch kein Sat Internetempfang, der aber ja auch sonst zu wünschen übrig lässt und nur wenn keine andere Möglichkeit besteht benutzt wird!

Nun so bleibt uns mal Zeit für anderes. 

Ich hab mich nun mal als Knopfmacherin geübt, schon lange fehlt mir an Hosen Knöpfe, Sigi riet mir, mach dir doch einen aus Holz. Tja und mein Prototyp ist gelungen … weitere werden folgen👍🤗!

Im Hängesessel schwebend, drehend mit Panoramablick und Feldstecher bewaffnet bewundere ich nun die wunderprächtigen Felsformationen und Gebilde, die verschiedenen Bäume, Gebüsche und Pflanzen, die am Berghang wachsen und je nach Licht in anderen Grüntönen leuchten. Auch die Farben der Felsen, von hellem Grau ins dunkle, über beige, gelb, ockerfarben zu rotbraun verändern sich mit dem Licht. Ich möchte das gerne fotografisch festhalten doch kann frau dies nur in Erinnerung behalten .. auf Fotos erscheint dies alles zu flach!

Nun steht die Monschterburg schon im Schatten, ich zieh mir Trainerhose und Jacke an, denn es gibt gleich leckeres Essen… Sigi hat ihre super feine Hühnchen-Spinat-Lasagne gebacken… mhhh ich glaub ich hab Hunger🤣😍!

Montag: 

Wir fahren weiter bis Monemvasia, weil uns der Strom dann doch noch ausgegangen ist, kurzer Einkaufshalt im Supermarkt, Metzgerei und Bäcker und dann Richtung Neapoli Vion, bei Agios Fokas waren wir doch schon mal… hier muss der Sturm übel gespielt haben, teilweise Strassenstücke weg gespült und jede Menge Strandgut am Ufer. Das ist eigentlich gar nicht schlecht… wir wollen ein Gewürzgestell basteln und brauchen Holz. Aber nach links geht ja auch eine Strasse, versuchen wir es doch mal da… zwar kein Sandstrand aber ganz fantastische Felsen und Steine, kein Haus, kein Stall … rein nichts und niemand. Wir bleiben hier, suchen am Strand rumkletternd nach geeigneten Brettchen, einige tolle Holzstücke müssen wir leider zurück lassen.. einfach zu viel Gewicht!🤭

Die Hunde streunen zufrieden rum und wir beginnen mit unserem mehr als einfachen Werkzeugbestand die Gewürzregale zu basteln. Natürlich mit viel Improvisieren, denn manches fehlt halt in unserem Sortiment. Aber es macht Spass! Abends wird’s wieder schnell kühl und dunkel und starker Wind kommt auf. Schade… am Morgen kommt zwar die Sonne hervor, aber der Wind bläst zu stark um draussen zu sitzen und die hohen Wellen peitschen schäumend ans Kliff und Buchtchen und lassen ein Schwimmen nicht zu.

Aus zwei mach eins… nach dem Frühstück in der geschützten Monschterburg fahren wir weiter Richtung Neapoli. 

Danach hat es paar Buchten auf Googlemaps, die wir noch nicht kennen… die werden erkundet. Am Anfang war noch Betonstrasse, dann rotes Schottererdesträsschen, auf dem Grat zwischen zweier Schluchten. Wunderschön und auch wenn wir dort unten nicht stehen könnten, es lohnt sich einfach, runter zu fahren zum Geniessen. Erstaunlich was für ein „Verkehr“ auf dem Weg herrschte, 3 Motorräder und zwei Autos kreuzten uns… nett und fröhlich winkend. Wunderschöne, einsame Buchten, eklig pfeifender Wind.. hier könnte es schön sein!!

Doch wir haben eine Abzweigung gesehen, versuchen wir’s doch noch da. Zwar auf Google Maps paar Gebäude zu sehen und ein Stück fehlende Verbindungsstrasse, ein Versuch ist es Wert.

UND hat sich gelohnt, zwar bläst der Wind auch hier, die idyllische Bucht mit Inselchen und Felsbogen hat fast Wellen freies Wasser, die Sonne scheint und wir haben einen super Blick auf grosse Frachtschiffe, Fähren und Kreuzfahrtschiffe!  Schön! Da bleiben wir heute Nacht… mindestens😉!

Wasser haben wir ja in Agios Fokas gebunkert!

Nach dem Schwimmen.. ja es ist schon etwas kühler geworden … waren wir noch fleissig, unser Gewürzregal ist fertig geworden, uns gefällts und freut uns!

Zur Belohnung ein Wahnsinns Sonnenuntergang in dieser Traumbucht!

Und bald ist Sigi mit dem heute verdienten Nachtessen fertig👍😍

Ruhige Tage, erholsame Tage… abendliche Schlacht gegen die Mücken

All Abendliche Mückenschlacht… heute haben wir das Mückennetz an der Gittertür ersetzt und Türrahmen dicht gemacht, doch mit jedem 2 oder 4 Beiner kommen paar der blutdrünstigen Biester reingeschlichen. Draussen wird man gefressen! Wir haben sogar das Fliegennetz parfümiert… mit einer Mischung aus Teebaumöl, Olivenöl und Wasser.


Morgen ziehn wir weiter, Wasser wird knapp.. obwohl das Meer direkt vor uns ist😜. Wir haben paar erholsame, gemütliche Tage an einem unserer Lieblings Strände verbracht und genossen, täglich unser Schwimmen im wunderbaren Meer, spazieren mit den Hundis. Heute musste Castello zuhause bleiben, auf unserem Spaziergang hat es einfach zu viel Gebüsche und die Schakale sind nah, ein ideales Versteck und Castello ist zu neugierig.  Die Schakale veranstalten neuerdings schon am hellichten Tag ihr Konzert, vielleicht sind sie so hungrig?! Es wird sehr früh dunkel… unser Kater muss rein, mit Leckerlis lässt sich der Nimmersatt zum Glück schnell locken.

Auch ich bin mit Futter bestechlich… zur Belohnung dass ich so viel Sitzleder bewies, kam ich hier auch wieder voll in den Genuss von Sigi’s Kochkunst und wurde verwöhnt🤗👍. Hat ja weit und breit keine Taverne.

Einen netten Nachbarn hatten wir noch… nein, eben NICHT kennengelernt. Aus meinem (Sigis) geliebten Odenwald… Mit tarnfarbenem Wohnmobil und in zwei Tagen noch nicht mal einen Satz, nein, noch nicht mal EIN Wort gewechselt. Schön wars, dem Perfektionismus zuzuschauen. Morgens kam der Stuhl mit Tisch und Hocker auf die rechte Seite des Mobils, mit dem Rücken zu uns, versteht sich. Dann gabs Frühstück. Darauf wurde das Fahrrad rausgeholt, der Lenker gerichtet, Stuhl und Tisch kamen in die Garage. Nach der Fahrradtour ging alles wieder rückwärts, und Stuhl und Tisch kamen auf die linke Seite des Mobils. Immer so, dass es auf keinen Fall zum Blickkontakt mit uns kommen konnte. Das war zwei Tage zu beobachten. Wir freuen uns schon auf den nächsten Kontakt… mit Freunden!

DHL.. Elta… UPS…das Warten auf Post

Nach einem Zweitagestopp in der schönen Bucht, in der wir letztes Jahr Silvester gefeiert haben, fahren wir am 24.10. nach Aigio, um unsere bestellten Sachen ab zu holen. Juhu… die grössten Zwei sind schon da… mein neuer E Scooter von Forca Sports, auch der Karton mit Collagene (für unsere alten Knochen und Gelenke etc.) steht im Cafe bereit. Das andere Paket, winzig klein, zwei Leinen für die Hunde, liegt auf der Post (Elta) zur Abholung bereit. Wir fragen uns, was mit der Post da los ist, ein kleines Paket, korrekt adressiert und wird von der Post nicht geliefert! Wir würden ja nichts sagen, wenn die Post einigermassen anzufahren wäre und Parkplätze hätte, aber nein, die ist mitten im Stadtgewühl und in engsten Strassen. Zwar parken die Griechen ständig in 2. und 3. Reihe doch mit dem Womo wäre der Verkehr blockiert. So steigt Sigi schnell aus und ich fahre eine Ehrenrunde durch das Altstädtchen um Sigi wieder einzusammeln 😉.

Auf das letzte Paket von UPS warten wir heute noch, obwohl ich das mit Premiumversand und Preisaufschlag bestellt habe!

Die angepriesene Sendungsverfolgung funktioniert auch nur lahm und der Button für Anruf beim Kundendienst geht auch nicht. Auf unser E-Mail haben wir noch keine Antwort bekommen. Die Lieferadresse steht auf dem Bestätigungs Mail korrekt drauf, genau so wie bei den erhaltenen Paketen! 

Inzwischen (30.10.) sind wir, von Aigio über Patras, wieder am Strand bei Pefka, im Eukalyptuswäldchen, mit unseren Freunden Tina und Klaus. Die beiden sind ja Montag wohlbehalten mit Anek Ferry in Patras angekommen. 

Wir haben sie ausserhalb am Strandparkplatz mit Mojito begrüsst, dann in der Strandkantina leckeren griechischen Salat, Souflaki und Pommes gegessen und die erste Nacht dort verbracht. 

Toll in den Wellen gebadet und gesprungen, das Wasser war herrlich klar, keine Igel oder sonstiges Getier auf dem schönen Kieselboden und angenehm warm.

Mein Scooter macht Spass und passt, zusammen geklappt, genau in die Garage neben dem Gaskasten… natürlich nachdem wir wieder mal ausgemistet und minimalisiert haben 🤣! Muss ja zwischen durch mal sein, es häuft sich doch halt immer wieder unnötiges Zeug an.

Den Hundis gefällts im Wäldchen wie immer super gut, Micky jagt mit hängender Zunge stundenlang, im Gras um die Bäume irgendwelche Fantasieungeheuer oder vielleicht Insekten, natürlich ohne irgendwas zu fangen, jedoch mit Bewegung und Ausdauer aller Muskeln… Physiotherapie!? Rulo hat von seinem Alleine Spaziergang wieder mal „Beute“ mitgebracht und die Teller grosse Schildkröte gegen ein Hundeguetsli eingetauscht. Der arme hat sich, wahrscheinlich beim Schildkröten aus dem Gebüsch holen, einen langen Palmen Spriessen im Knie eingefangen. 

Schön war es paar nette Tage mit unseren Freunden zu verbringen, irgendwann kreuzen sich auch unsere Wege wieder, Peloponnes ist ja nicht so gross und der Winter noch lang!

Fortsetzung Sonntag:

Rulos Knie ist zum Glück wieder gut. 

Wir sind inzwischen in Aigio gewesen, um unser verspätetes Paket abzuholen. Micky hat nun auch einen Tractive GPS Sender um.

Jannis, unser Freund und Besitzer vom Camperstop, hat für uns in Athen bei UPS nachgeforscht, was mit unserem Paket los sei.

Der Adressaufkleber von Tractive war korrekt ausgefüllt und aufgeklebt und das Paket hat den Weg bis Athen geschafft, dort hat UPS dieses an ein anderes Transportunternehmen übergeben, die haben einen zweiten, etwas komischen Aufkleber draufgemacht und der unfähige Bote schaffte es nicht, die richtige Adresse zu lesen, auch telefonieren konnte er anscheinend nicht, Jannis und meine Handynummer waren auf dem Paket. Melina konnte es dann im Büro in Aigio abholen. 

Auf unsere Anfrage haben wir von UPS bis heute keine Antwort! 

Am Samstag sind wir dann weiter, wollten den Freieintritt am 1. Sonntag im Monat in den Wintermonaten nutzen und das Antike Theater von Epidauros besichtigen.

So nächtigten wir in der Bucht Paralis Vagionia in Paleia Epidauros, hier stinkt wohl ein totes Tier im Gebüsch und mein altes Schweinchen Janosch fand den Geruch anziehender als wir, ich musste ihn dann im Meer waschen. 

Am Morgen verzichteten wir aufs Zmörgelä mit dem ekligen Duft und wechselten in die gegenüber liegende Bucht, da war es auch viel sauberer und die Vierbeiner durften wieder frei laufen.

Früh aufstehen hat sich gelohnt, die Ausgrabungsstätte und das Theater waren noch fast menschenleer. Wir hatten grosse Parkplatzauswahl und nutzten den Schatten unter einem Laub Baum, weit weg von den Pinien. 

Das Theater war eindrücklich, wir stiegen einzeln die vielen Steinstufen hoch um die tolle Akustik zu erleben. Eine Italienische Reisegruppe lauschte den Erklärungen des Reiseführers und wir konnten den Klang der musikalischen Gesangseinlage einiger Frauen bewundern.

Die Münze, die ich unten fallen liess, konnte Sigi zu oberst klirren hören.

 

Hier lagen viele Streuner … Katzen und Hunde, geniessend in der Sonne, liessen sich schnurrend und schwanzwedelnd streicheln und waren offensichtlich mit ihrem Leben zufrieden.

Weiter führte unsere Fahrt über Nafplio, bei Eparchiaki Odos Kiverrio, versuchten wir auf den Platz, den wir letzten Winter mal angefahren hatten, zu kommen. Mussten dann aber im Retourgang wieder die steile Strasse hochfahren, da die vom letzten Winter schon schlechte Strasse nun total weggespült war.

Nächstes Ziel Astros. 1. Halt Paralia Astros (Pavlaika), die Hunde freuten sich am bekannten Platz, Micky zischte gleich ab zur Bucht um die Ecke, wo es Wasserbassins, Sumpfgras und Frösche hatte 😉 und wir füllten erst mal den Frischwassertank, entschlossen uns dann aber doch, „nach Hause“ zu gehen und stehen wieder einmal mehr an „unserem Junes Strand“ unterm selben Eukalyptusbaum, sogar unser Steinbild im Sand liegt noch da, das wir zu Junes Gedenken hin gelegt hatten.

Wir alle 7 genossen den schönen Nachmittag, jetzt wird es kühl, paar graue Wolken überziehen den Himmel und der Wind bläst unangenehm. 

Nun werde auch ich in die geschützte Monschterburg kriechen, vorher aber sicherstellen, dass Castello mitkommt, schnell wird es hier abends dunkel und wir wollen nichts riskieren!

Paar Tage werden wir hier bleiben… bis demnächt!

Zweite Heimat Peloponnes… und Hundebaby‘s

Nun sind wir schon wieder einige Zeit auf Peloponnes. Als wir die Brücke vom Isthmus überfuhren, war es so wie nach Hause kommen. Obwohl es uns immer wieder freut Neues zu entdecken und Griechenland und überhaupt jedes Land so viele wunderschöne Fleckchen bietet… unser Herz hängt am Peloponnes!
Einen interessanten, ruhigen Übernachtungsplatz fanden wir auf der Korintherseite des Kanals im Schatten von Eukaliptusbäumen. Toll so nah die Schiffe vorbei gleiten zu sehen… die grösseren von Schleppern gezogen.

Am Sonntag morgen dann ein lustiges Schauspiel… 400 Teilnehmer padelten mit SUF’s, Kanus und Paddelbooten den Isthmus hoch, alle mit pinken T’Shirts.. eine fröhliche Schar Menschen von jung bis alt.
Später suchten wir uns den nächsten Platz, wir wollten auch schwimmen gehen. Bei den Ausgrabungsstätten beim Archeio Limani am Strand vor Korinth, ein herrlich langer „Hundestrand“ mit einem einzigen Schattenbäumchen, genau für uns. Obwohl Sonntag, verirrten sich nur vereinzelte Schwimmer oder Fischer am Strand und verschwanden auch immer nach kurzer Zeit.
Der Sturm Sorbas hat seine Spuren hinterlassen, der ganze Strand ist mit massenweise Schwemmgut(Plastik), Holz und Müll übersät. Die Nacht auch recht laut mit Strassenlärm und Hintergrundgeräuschen einer Disco ;-(( !
Montag dann zur Wäscherei, die kannte uns noch vom letzten Frühling. 4 Waschmaschinen voll Dreckwäsche und am andern Tag konnten wir alles frisch und in Säcke zusammen gelegt abholen, für 40 Euro. Dann besuchten wir noch eine Fiatwerkstatt, die Monschterburg macht zwischendurch komische Geräusche. Wir dachten an Bremsen oder Radlager.. der Chef meinte nach Probefahrt und Untersuch es sei alles ok, 10’000 km machen die Bremsen noch. Er kennt aber nicht unseren Fahrstil und die „Strassen“ die wir fahren 😉 und meinte es sei wohl etwas viel Dreck an den Belägen und überhaupt!

Wir wünschen uns eine ruhige Nacht und fahren wieder mal zu einem altbekannten und gerne besuchten Platz, dem Leuchtturm nach Loutraki.
Darauf folgt eine recht stürmische Nacht auf Akrokorinthos, wo wir sogar mitten in der Nacht den Platz bei der Burg mit dem Parkplatz bei der Taverne tauschten, der Wind drehte und wir schaukelten wie ein Schiff im Sturm!

Nun gehts aber wieder in die Berge… Xylokastro-Trikala um die grosse Ziria. Traumhafte Landschaften, Berge und Felsformationen. Am Limni Dasiou, 1485 M.ü.Meer, stellen wir uns halb auf dem Weg ab und laufen mit den Hunden bis ans Wegende, hinten treffen wir auf ein nettes Griechenpaar mit dickem Jeep auf Ferienfahrt.
Wieder mal eine vollkommen ruhige Nacht ohne Lichter… nur Mond und Sterne. Es ist hier oben schon empfindlich kühl und hatte am Morgen schon Bodenfrost. Daher musste Rulo mal wieder im Womo schlafen.
Weiter auf Schotter/Geröllpisten um die Ziria, steil rauf und runter, fanden wir beim Limni Tsivlou einen paradiesischen Stellplatz, nur wie dort runter kommen, wo wir zwar einen Bulli entdeckten, aber keine Zufahrt? Sigi erkundete wieder mal zu Fuss die steilen Wege, nachdem wir schon einmal oberhalb des Sees rundum gefahren sind und ausser der weggebrochenen, verschütteten Strasse keine andere Zufahrt fanden. Sie meinte die Monschterburg und ich schaffen das schon.. hihi. Ja runter sicher!
Es war wirklich ein reizendes Plätzchen mit Picknick-Pavillon und einem klar grünblauen See direkt vor dem Womo, zugegeben wir hatten schon gerader gestanden und vor allem gelegen, zum Schlafen brauchte ich fast Sicherungsgurte oder Steigeisen um ins Bett zu klettern… schön wars trotzdem.
Das deutsche Paar mit dem Bulli war morgens früh weg, sogar er mit dem leichten Büsli liess die Räder durch drehen und Geröll verspritzen.. das kann ja schön werden. Erst mal liessen wir Frischwasser ab, leerten die Kanister aus und Tisch, Stühle und Hundefutter wurden aus der Garage geräumt. Sigi und die Hunde warteten unten bis ich letztendlich beim dritten Anlauf die Kurven richtig anfahren konnte und mit dem letzten Pfupff auf die ebenere Strecke kam. Sigi stampfte dann vier Mal mit Hunden und Material hoch und dann nochmal runter für ein erfrischendes Bad im kühlen See.
Wieder einmal haben wir uns vorgenommen, etwas vorsichtiger zu sein und weniger gewagte Experimente zu versuchen. Tja im nächsten Leben betimmt…. ein Allrad und Blechkiste! Schnorchel, Seilwinde, Sandbleche, Offroadreifen und…und..und wären auch nicht schlecht!!
Und wieder Bergtour: Agridi-Peristera, an dem Ski-Center Helmos und Kalavrita vorbei. Beim Skicenter war es bissige 7 Grad kalt.
Beim Cap Araxos stellten wir uns neben eine Betonplatte (im Sommer wohl eine Strandtaverne) neben hohem Schilf und dem Strand. Dahinter hat es paar kleine Fischer- oder Ferienhäuschen … alles leer und verlassen!
Hier wollten wir letzten Frühling schon hin, jedoch war alles überschwemmt. Nun sah man nur noch Spuren vom Sturm. Ein idealer Platz um gemütliche Strandtage zu machen… dachten wir! Am frühen Morgen… welch ein Geschrei, wir wunderten uns was das wohl sei, es war noch dunkel, für Möwen eher zu früh, vielleicht eine hungernde Katze? Als es hell war fütterte ich die Hunde und zog mit einem Becher Katzenfutter und einer aufgeschnittenen Petflasche mit Wasser los zum Strand, um die Katze zu füttern. Doch was sah ich beim Näherkommen… zwei winzige Fellknäuel torkelten mir winselnd und mit dem ganzen Körper wedelnd entgegen.
Die lagen unter einem schräggestellten Autoreifen. Der Typ, der die hilflosen Hundebabys dort aussetzte, wusste sicher genau, dass die Camper mit dem Womo nicht an den armen Geschöpfen vorbei gehen können. Er wird sie kurz bevor wir das Geschrei hörten, absichtlich in unserer Nähe ausgesetzt haben.
Im Nachherein wissen wir auch von Tierhilfe Organisationen, dass dies Gang und Gäbe ist!
Fast eine Woche waren wir nun eingespannt, in der Nacht mehrere Male aufstehen, Futter und Milchwasser wärmen und die hungrigen Mäulchen stopfen, paar Schritte mit ihnen laufen zum Versäubern, ein Gürpsli (Bäuerchen) abwarten, kuscheln und wieder ins improvisierte (Strandgut Gemüsekistchen) Hundenest legen.

Auf FB bekamen wir einige Reaktionen und kurz bevor wir sie an eine durch www.patras-hunde.de (Hunderettungs Organisation) Pflegestelle geben wollten, erreichte mich ein Kommentar von Barbara… sie würden gerne einen Welpen übernehmen. Zum Glück waren Barbara und Hans sofort bereit auch beide Hundchen zu nehmen, wir hätten sie nicht gerne getrennt, mussten sie doch viel zu früh ohne Mutter sein. Sie waren ja erst ca. 4-6 Wochen alt.
Am liebsten hätten wir die Süssen ja behalten, sie wachsen einem ja sofort ans Herz. Leider ist unsere Monschterburg aber kein LKW und mit unseren 5 Vier🐾🐾🐾🐾 schon voll ausgelastet!

Am Freitag durften wir „unsere zwei Findelkinder“ nun in ihr neues Zuhause begleiten.
Auf der Fahrt nach Drepano, fuhren wir erst dem Golf von Korinth entlang und dann durch Olivenhaine, später durch Rebbaugebiet, da kommen die Korintherli her!
Das Navi führte uns ab der Hauptstrecke durch wunderschöne Landschaften, leider auch mit grossen Sturmschäden! Bei einigen Brücken schluckte sogar ich erst ein bisschen, bevor ich mit Schwung drüber fuhr 😂😋.

Eine wahre Freude, den Süssen zuzusehen, wie sie die neue Umgebung, den paradisischen, grossen Garten und das kuschelige Sofa im hübschen Haus erforschten. Da werden sie es gut haben! Ende gut, alles gut… und so sind alle glücklich und zufrieden. Wir übernachteten noch auf dem PP vor dem Grundstück und zogen beruhigt weiter… bestimmt werden wir von Zeit zu Zeit Fotos und Berichte erhalten und irgendwann, wenn uns der Weg in die Nähe führt, besuchen wir die lieben Zwei- und Vierbeiner wieder!

Zum zweiten Mal fuhren wir nun den Kondili Strand an, doch wieder, wie auch im Frühling, war er uns zu voll und es gab keinen Schattenplatz, wir entschlossen uns weiter zu fahren, genossen wieder einmal mehr die traumhafte Aussicht der Fahrt und stehen zum X. Mal wieder am Strand bei der Franchthi Höhle… ruhig und einsam, zwischendurch paar blöckende Schafe, Glöcklein bimmeln und Wellen plätschern. Das Wasser hat immer noch angenehme 24 Grad und ist herrlich zum Schwimmen.
Am Strand stehen Tamarisken, da hängt mein grüner Hängesessel wieder.
Olivenbäume, Eukalyptus und Tamarisken… wir lieben diese Bäume!

Wir hoffen auf baldigen Bescheid von DHL und Ioannis, dass unsere bestellten Sachen aus Deutschland den Camperstop beim Cafe en Plo bei Aigio erreicht haben!
Dann werde ich mich dran machen und hoffe den Elektro Scooter fertig montieren zu können!

Übrigens … erfreuliche Berichte von Klein Lisi, wie die Fotos zeigen, ist sie glücklich und voll zu Hause bei ihrer Familie! Danke Susanne und Michael mit Nelly und Nero👍🤗

Wir grüssen herzlich in die Heimat🇨🇭🇩🇪… und natürlich auch Reisende🇬🇷🇪🇺
…die Monschterburgerli’s

Vorbei der Sorbas Sturm… Sonne herrscht…DAS ist Hellas

… nun ist die Welt wieder in Ordnung… Vier Tage schrecklicher Sturm, Medicane, Dauerregen, Blitz und Donner… Wildbäche, Geröll und Schlamm auf Strassen, durch Dörfer …überall. Schwierig, etwas geschützte Plätze zu finden.

Thermopylos mussten wir leider verlassen, so im heissen Wasser zu relaxen war schon himmlisch. Es waren fast keine anderen Menschen hier und wir hatten eine Badestelle im Flüsschen ganz für uns. Zur Abwechslung gingen wir auch zur Hauptstelle mit den verschiedenen grossen und kleinen Wasserfällen, welche eine wohltuende Massage abgaben.

 

Wie sich der grosse, flache Platz, der wie geschmolzene Erde, Lavagestein aussah, in der Regenmasse verhalten wird, war uns auch unklar. 

Aber da wir seit 4 Monaten ohne Landstrom auskommen und halt etwas grosszügig mit Strom haushalten, ging die Batterie bei Sonnenmangel zur Neige. ..Fahren war angesagt.

Eigentlich wollten wir ja nicht Autobahn fahren, die Nebenstrasse führte über Berge. Die Felder und Olivenhaine überflutet wie Reisfelder, überall gurgelte Wasser aus Löchern, reissende Flüsse schwemmten Schlamm, Geröll und Müll auf die Strassen.

Dann kam die Zeit, wo auch wir aufgaben, die Verhältnisse wurden zu riskant und auch Griechen mit Pickups wendeten.

So nahmen wir die Autobahn, auch da war man nicht sicher vor Überraschungen, es gab zwar doch ein paar Idioten, die ihre „Fahrkunst“ beweisen wollten und mit unangebrachtem Tempo über die Autobahn donnerten… tja dafür mit grauem Auto und OHNE LICHT😡!

Wir fanden dann nach längerem Suchen, nicht auf dem öffentlichen Parkplatz beim Strand und Leuchtturm, sondern bei einer geschlossenen, eingewinterten Strandtaverne, auf dem gut mit Kies befestigten Platz, zwischen schützenden Hecken, einen Übernachtungsplatz.

Die nächste Nacht verbrachten wir, ganz unromantisch, an einer Strandpromenade.

Am Montagmorgen, immer noch bei Regen aber wenigstens ohne Wind und mit ruhig plätscherndem Meer, entschlossen wir uns auf die Insel Euböa zu fahren… dem schönen Wetter entgegen.. und jaaa, wir habens gefunden und dazu dieses reizende Plätzchen… auf der Insel an der Insel. 

Rechts der Fischer- und Fährhafen… schön die Fähren und vielen Fischerboote zu beobachten.

Links ein leerer Parkplatz, eine gut eingezäunte Kapelle und auf dem Alleenareal massenweise Hunde. Die sind ganz zufrieden und bellen nur, wenn sich andere (unsere) Hunde nähern oder mal ein Zweibeiner vorbei läuft.

Was es damit auf sich hat, haben wir noch nicht rausgefunden. Ein Mann sagte uns, dass die Hunde die Kappelle bewachen würden… glaub ich nicht so recht, eher ist das eine entweihte Kappelle und nun Auffangstation für Streuner.

Etwa vier Hunde laufen frei hier rum, sind jedoch sehr friedlich und nicht aufdringlich, sie haben sich mit unseren schon angefreundet.

Andra ist happy… wieder mal ein Sorglosplatz, wo meine kleine Dicke auch nach Lust und Laune frei sein darf! Ihre Wunde ist übrigens endlich zugeheilt!

Wir: Sigi, Janosch und ich, sind im wieder türkisblauen Meer schwimmen gegangen, herrlich. Jetzt schreib ich weiter am Blog und Sigi liegt E-Book lesend im Lehnstuhl.

Hihi wie Touristen😜!

Später wollen wir… wie Robinson, „unsere“ Insel erkunden.

Auf dem Pinienqbewaldeten Hügel ist nämlich ein Lost Place Hotel versteckt. Das mögen wir doch, wollen die Hunde aber nicht gefährden! (Pinien Prozessions-Spinner Raupen) und lassen sie mal alleine zu Hause. Sie dürfen dann später mit auf den Wellenbrecher laufen.

Weitere Abenteuer folgen…

Neues in Griechenland geniessen und Vor/Wiedersehensfreude auf Peloponnes

Die Zeit vergeht wie im Fluge, wir sind schon weit in Griechenland rum gekommen.
In der Nähe von Prosotsani und Drame haben wir eine Tropfsteinhöhle besichtigt.

Ein Fluss entspringt dort und läuft durch die Höhle. Beim Ausgang ist ein fast 100 jähriges riesiges Wasserrad, davor bestand schon eines ganz aus Holz, diese haben lange Zeit die ganzen Dörfer der Umgebung mit Wasser versorgt.
Ein netter Grieche führte uns und ein griechisches Paar durch die Höhle und klärte uns über die Erforschung derer auf. Schön dies nach der Saison zu besichtigen, so ohne Touristenrummel. Wir haben sogar Fische und Fledermäuse gesehen, die hier drinnen leben, es sollen auch Otter darin sein, davon sind aber nur Pfotenspuren zu sehen.
Die Therme mit Stellmöglichkeiten besichtigten wir nur ganz kurz, leider wieder einmal total verdreckt…. einfach unverständlich!! So suchten wir am Strand ein angenehmeres Plätzchen. Die Hunde konnten da auch rumlaufen und ausser einer riesigen Ziegenherde, die ohne Hirten aber von ausgezeichneten Hütehunden begleitet, ganz ruhig an uns vorbei zog, war niemand in unserer Nähe. Sogar ein Schatten spendender Olivenbaum stand da, woran ich endlich meinen Hängesessel auf hängen konnte 🤗👍.

Am nächsten Tag… es war überaus heiss, eine Kuhherde stillte den Durst und erfrischte sich im Flüsschen.
Etwas abenteuerliche Strassen führten uns an der wilden Küste entlang, die uns sehr an Lakonia auf Peloponnes erinnerte, bergauf, bergab, felsig und wild bewachsen, abgebrochene Strassen mit verzogenen Wellen. Dann wieder durch schmucke Fischerdörfchen, mit Tavernen, über gutes Kopfsteinpflaster. Bei Toroni ein fast unendliches Berg-Steilküstengebiet. Bis auf eine protzige Villa völlig unbebaut, aber ein Labyrinth von neuen erstellten Strassen führte durch das Gebiet… leider für ein Womo zu schmal und viel zu steil um bis an die hübschen Strändchen und Buchten zu gelangen.
Anscheinend hatte sich da ein Unternehmen mit Bauplänen übernommen.

Bei Kassandra erblickten wir komische Plastiksäcke an Pinienstämmen. Beim genaueren Hinsehen sahen wir, dass da Harz „gemolken“ .. gewonnen wurde. Das erstreckte sich auf viele Kilometer der Strasse nach.

Schöne, einsame Buchten sind hier weniger gut zu finden und wir sind ganz einfach fast einen Monat zu früh hier gelandet. Es ist zu heiss für die Hunde und auch für uns. Mit etwas Ausdauer finden wir aber doch wieder was.
Hier bei Nisi sind am Strand paar wenige Dauercamper, beim Badestrand vorne mit Dusche und paar Sonnenschirmchen kommen vereinzelte Einheimische kurz zum Schwimmen. An der Zufahrtstrasse steht ein geschlossenes Hotel-Restaurant. Wir stehen unter herrlichen Eukalyptusbäumen, tolle Schattenspender.
Ein guter Platz zum länger bleiben.
In der Nähe finden wir einen Tierarzt, Andra hat einen Fünffranken grossen Fleck an der Backe unter dem Ohr, das nässt, ist entzündet und blutet. Sie bekommt eine Spritze, Cortison-Antibiotikasalbe und Zinkspray. Es will nicht recht heilen, sie versucht immer mal wieder zu kratzen und mit dem Kragen funktioniert es auch nicht grad gut.
Castello wird langsam ein grosser Kater, wir lassen ihn gleich beim Tierarzt zum kastrieren. Er tat uns schon leid, denn der Arzt meinte, wir sollen ihn gleich bis Montag bei ihm lassen, damit die Wunde gut verheilen kann. Vernunft über Herz… auch wenn wir traurig waren und er uns leid tat, im Käfig bleiben zu müssen… der Arzt hatte recht, in der klimatisierten Praxis, ohne Sand und der Enge im Womo, konnte sich Castello besser erholen und die Wunde sauber verheilen. Er war auch ganz zufrieden und brav und bei der telefonischen Nachfrage nach seinem Befinden, meinte der Veterinär… Castello sei ganz ein Süsser.
So fahren wir noch weiter bis wir ihn Montag holen können.

Der westlichste Finger von Chalkidiki erwies sich als zu voll touristisch für uns und es hatte grosse Gebiete am Meer mit Hotel-, Ferien- und Golfanlagen, eingezäunt wie Hochsicherheitstrakt… für die oberen 10’000 und Prominente ☹️.
Nun diese Gegend von Griechenland haben wir nun auch gesehen, werden da sicher nie mehr zurück kehren. Auf dem Rückweg versuchten wir unser Glück noch bei paar eigentlich ganz netten Plätzen… so versch… mit Toilettenpapier und Feuchttüechli überdeckte Flächen, da kann frau weder ein Fuss vors Womo setzen, noch die Hunde rauslassen. Im Gegensatz zu uns Hundehalter (wir haben Robidogsäckli dabei👍) lassen die Menschen ihre „Hinterlassenschaft“ rumliegen 🤢💩😡.
Wir entschliessen uns zurück zu fahren. Da es doch schon dunkel wird wollen wir an einem Strandparkplatz übernachten.
Leider hat die Taverne gerade geschlossen. Rulo kriegt seinen Freilauf, dummerweise, weil es schon Nacht ist, verläuft er sich und findet den Weg nicht zurück. Mit dem Tracker können wir ihn orten und Sigi macht sich auf den Weg, er ist 1,5 Km entfernt und irrt herum. Rulo ist wieder mal froh, dass Sigi ihn findet! Am Morgen entscheiden wir uns wieder zum Eukalyptuswäldchen zu fahren und bis Montag da zu bleiben bis wir Castello holen können.

Nun haben wir ihn wieder, alles ist gut gegangen und wir sind sicher, dass er sein Zuhause nicht markieren wird und wir nirgends unterwegs für kleine Castellos Alimente bezahlen müssen 🤣!
Thessaloniki ist die nächste Station, wir übernachten am Strand eines Aussenquartiers. Eigentlich ganz ruhig und nett. Ein schöner Sonnenuntergang mit Flugzeugen, die in regelmässigen Abständen starten und landen. Der Lärm hält sich erstaunlich in Grenzen.

Am Morgen fahren wir zur Womowerkstatt Zampetas, wir möchten uns einen Dachdurchgang für die Toilettenlüftung einbauen lassen.
Es stehen schon viele Womos rund um die Werkstatt. Die nette Familie Zampetas bietet kostenlos Stellplätze, inkl. Strom, Wasser, WC und Wifi für Kunden und Nichtkunden. Wir nutzen die Wartezeit um Wäsche zu waschen und haben Glück einen Schattenplatz zu erwischen. Antonni Zampetas spricht fliessend Deutsch, er und seine Mitarbeiter sind sehr zuvorkommend und hilfsbereit. Wir entschliessen uns trotzdem noch spät Abends, zum Übernachten weiter zu fahren. Wir haben Hunger und kamen nicht zum Einkaufen und die Hunde wollen auch noch etwas laufen. So fährt Sigi, da es ja dunkel ist, zum Surferstrand wo wir schon mal gegessen haben.
Wir bekommen in der Taverne noch ein super leckeres Nachtessen bevor wir müde ins Bett kriechen.
Am andern Tag wollen wir zum Olympus, auf dem Wanderparkplatz auf angenehm kühler Höhe übernachten, er war aber so überfüllt und schief/steil, dass wir uns entschieden besser weiter unten einen Parkplatz zu suchen.
Ein junges Litauer Pärchen hatte ein Problem… sie konnten nicht in ihr Fahrzeug. Tja die heutige elektronische Technik!
Sie versuchten krampfhaft durch einen Spalt im Seitenfenster an den Fensteröffner zu kommen.
Ich hatte die Idee mit Fleischerhacken und Panzertape nach zu helfen und Sigi brachte dann noch einen Kleiderbügel. Nach einer Weile schafften sie es dann auch zu öffnen.
Nun brauchten sie Werkzeug, Akkuschrauber und Messgerät… und wir warteten und warteten… eigentlich wollten wir ja noch etwas sehen um die kurvenreiche Abfahrt zu machen. Brachten es aber nicht übers Herz, den zweien nicht zu helfen.
Auf halber Höhe war ein Aussichts-Picknickplatz, mit einer wahnsinns Aussicht in schwindelnder Höhe über dem steilen Abgrund, verbrachten wir eine ruhige Nacht.

Bei Karya fanden wir eine einsame Picknickarea, die untere Wiese ohne Tisch und Bänke, dafür oberhalb eines reizenden Bergbaches gefiel uns gut. Wir sassen noch lange draussen und spielten nach dem Essen Karten, als wir ein Winseln und Bellen aus dem Gebüsch hörten… und dann sahen wir SIE… eine kleine süsse Welpe umtänzelte uns Schwanzwedelnd, sprang an uns hoch und war wohl überglücklich Menschen gefunden zu haben. Sie freute sich über unsere Hunde und entschloss sich, uns zu adoptieren. Sogar Andra tolerierte ihre Annäherung. Am Morgen sah ich sie aus Rulos Zelt rauskommen und sie gesellte sich selbstverständlich zum Rudel bei der Raubtierfütterung.
Beim Spaziergang, wo wir erhofften, ihr Zuhause, ein Hof oder Stall, eine Ziegenherde und Hirt oder andere Hunde zu finden, lief sie brav mit, immer bedacht dass die „Herde“ zusammen blieb. Nun wir hatten ausser paar verwaisten Ferienhäusern nichts und niemanden gefunden. Auf FB ein Aufruf für Jemanden, der das Hündchen aufnehmen könnte, kamen leider nur Ratschläge, die wir eigentlich nicht brauchten, die meisten wollten Alles besser wissen.

Freunde aus Deutschland, die wir zu treffen erwarteten, fragte ich an, doch sie hatten ja auch schon zwei Hunde… aber das grössere Womo😉👍… und nach erstem Zögern, wollten sie es doch probieren, falls Nelly und Nero sich mit dem Rudelzuwachs arrangieren würden, die Kleine aufzunehmen.
Wir hätten sie auch nicht alleine zurück lassen können. Es ist in den Bergen Nachts schon viel zu kalt, die Kleine mit geschätzten 3 Monaten und Milchzähnchen noch zu klein und unerfahren, um zu jagen und sich selber zu ernähren und die Touristenzeit ist vorbei, wo sie gefüttert würde oder sich wenigstens aus dem Müll Futter suchen könnte.
So fuhren wir los, um Susanne und Michael auf dem Stellplatz Platys Ammos zu treffen.
Erstaunlich wie lieb die Kleine im Womo war, kein Gewinsel, Gejaule, nicht reingemacht. Pippihalt an der ungewohnten Leine… alles prima geklappt.
Sie kann einen schon um den Finger wickeln mit ihrem Charme und war uns schon ans Herz gewachsen.
Susanne und Michael erging es wohl nicht anders, Nelly und Nero waren nicht besonders begeistert aber auch nicht unzufrieden über den Nachwuchs. Ihren Platz im neuen Womozuhause und in den dazugehörenden Herzen hat sie mit Sturm erobert.
Wir haben einen gemütlichen, schönen Abend mit leckerem Essen und Tsipuro 😜zusammen verbracht.
Meine strikten Prinzipien… es kommt kein weiteres Tier in die Monschterburg, kam schön ins Wanken… Herz über Verstand 😉😍!
Vielleicht sehen wir sie ja alle nochmals bevor sie nach dem Urlaub wieder nach Deutschland zurück fahren.

Wunderschöne Strecken sind wir weiter gefahren, schöne Strände gefunden, leider sind wir und die Hunde bei der Idyllischen Bucht bei Sipias so von wild gewordenen Wespen geplagt und bedroht worden, so dass wir den Platz am Morgen fluchtartig verlassen hatten.
Nach weiteren paar Fehlversuchen mit Platzsuche, wo wir zwar schon schöne Plätze sahen… nur einfach nicht ideal.. kein Schatten, das Meer zu tief unten und schlecht zugänglich, zu viel Pinien, zu schräg oder zu klein um ohne Belästigung der Fischer zu Parken.
Dann bei Nea Anchialos ein grosser Parkplatz am Strand, mit Dusche und schattigen Tamarisken, nicht schlecht… auch der prächtige rote Vollmond und morgens das ähnliche Bild mit Sonnenaufgang. Castello überglücklich auf Bäume zu klettern.
Aber wir sind dann gestern doch weiter, bei Pteleos mit der gegenüber liegenden Insel Euböa, neben Olivenhainen ein kleines Strandplätzchen gefunden.
Und nun sind wir schon die zweite Nacht hier, weit abseits der Zivilisation. Haben heute lediglich zwei Roller mit Arbeitern gesehen, die viel weiter hinten wohl an den Ferienhäusern am Arbeiten sind.
Gestern wars noch heiss und heute trotz stürmischem Wind und gefühlter Kälte, plätschert das Meer, direkt neben uns angenehm ruhig.
Morgen nutzen wir das kühlere Wetter und fahren nach Thermopylos zu den Thermalquellen, wir haben erst gesehen, dass das nicht so weit entfernt von hier ist und auf unserer Strecke liegt.
Gute Nacht in die Heimat und es liebs Grüessli!

Tschüss schöne Balkanländer…. Jassas wunderschönes Griechenland

Weiter gings über kleine Strassen, die Leitplanken so überwuchert, dass man nicht den Strassenrand und schon gar nicht die Löcher in der Strasse darunter, erkennen kann.
Aber die rauhe Wildnis gefällt uns prima. Wir suchen wieder Wasser, an einigen Brunnen kommt es nur tröpfchenweise, an einem Waldweg, bei einem Picknickplatz, konnten wir mit viel Geduld den Tank füllen. Zum Übernachten nicht optimal… suchen wir noch ein bisschen weiter, ist uns zu nahe der Strasse und ohne Aussicht. 2 km weiter wurden wir fündig, am leeren Bachbett auf grosser Waldlichtung ein schönes Plätzchen, auch für die Tiere ideal… bis auf das Gewitter, das nahte… immerhin keine Bäume in direkter Falllinie falls der Sturm einen umwirft! Es regnet fürchterlich, doch die Natur kanns ja gebrauchen!


Über weitere Bergstrassen führte uns der Weg alle paar Hundert Meter an schön gebauten Brunnen-Häuschen vorbei.
Der Weg zur Yagodinahöhle schlängelte sich eng durch die Schlucht, zwischen den Felsen durch. Jeepfahrer boten ihre Dienste an zum Eagles Eye hoch zu fahren. Eine Aussichtsplattform zuoberst auf dem Berggrat, wie ein Sprungbrett, über den Abgrund, rausgebaut.
Statt dessen fuhren wir ein Stück zurück, Sigi hatte den Eingang zu einem kleinen, alten Steinbruch gesehen, zwar nicht mehr als 200 Meter von der Bergstrasse entfernt, doch fährt da Nachts kein Auto durch.
Micky und Castello fanden es toll zum Spielen, für eine Nacht perfekter Platz und mit super Kulisse!


Auf der Weiterfahrt beobachteten wir viele Bauernfamilien bei der Feldarbeit, frisch geerntete Kartoffelsäcke waren am Strassenrand, zum Verkauf aufgebaut. Zwischen Dospat und Tsigov fuhren wir
um den nächsten See, erst kamen paar Ferienhäuser, dann paar dem Zerfall verurteilte Gebäude, ein netter Baustellen/Wohnwagen neben einer, wie immer gut erhaltenen, Kapelle. Aber einen geeigneten Zugang zum See und Platz zum Stehen fanden wir auch auf dieser Seite nicht.


Dann halt zum nächsten See, auch da waren viele Plätze schon belegt, viele einheimische Familien sind überall am Campen und Fischen, doch wir finden ein Plätzchen genug abseits der andern…. dann ein Meter zuviel gegen das Ufer gefahren und… ich hab die Monschterburg „eingegraben“, im nu waren die Räder eingesackt und das Reifenprofil vermatscht, mit Schaufel, trockenem Schilfgras und Steinen versuchten wir frei zu kommen, dabei kamen wir immer tiefer rein. Diesmal mussten wir kapitulieren und vom Nachbarn und seinen Buben Hilfe annehmen… er meinte no Problem, ich meinte eher, einen Bauer mit Traktor holen. Nach paar erfolglosen Versuchen seinerseits, die Monschterburg vergrub sich immer mehr, kam noch seine Frau und ein weiterer Mann, dann noch ein Motorboot mit zwei Männern mit grosser Schaufel und Pickel. Alle wateten durchs Wasser und suchten nach Steinen, einer grub eine Spur für die Räder und sie legten eine „Kopfsteinpflasterstrasse“ an, dann wurde geschoben und mit vereinten Kräften war unser Womo frei! Und so schnell wie die Hilfe der Bulgaren gekommen ist, so schnell waren sie wieder verschwunden und wollten keinen Dank, Sigi hatte zuvor paar Biere, Saft und Vorräte an Knabber- und Süsszeug zusammen gesucht und schnell den Buben für alle mitgegeben.
Wir stellten uns für diese Nacht vorsichtshalber auf den festgefahrenen Wiesenweg auf der Weide. Das ganze Gebiet auf dieser Seeseite ist Alpweidegebiet, toll am Morgen früh zum Schlafzimmerfenster aus die herannahend, galppierende Pferdeherde zu beobachten. Überhaupt hier in dieser Berg und Seegegend sehen wir viele frei rumziehende Tiere weiden, Kühe, Pferde, Schafe und Ziegen.

Es ist wunderschön und macht Spass zu reisen, nur leider können wir uns die Namen der Orte, Seen und Flüsse nicht merken, alles ist Kyrillisch geschrieben.
Am 30.8. am Stausee Belmeken finden wir wieder einen etwas unterhalb der Strasse gelegenen Platz zum Übernachten, nur paar wenige Autos fahren hier durch, es hat eine Schranke an der Strasse beim Staudamm und ein Wärter wollte uns zwar durch lassen aber wir blieben da. Kühe spazierten durch den Uferbereich und ein Muni brüllte laut nach seiner Herde. Einige Jogger und „trocken“ Langlauf Skifahrer kamen auf der Strasse oben vorbei, es hat hier ein grosses Sportzentrum, wo junge Sportler/innen am Trainieren sind. Endlich wieder mal ein See zum Schwimmen, zwar sehr kalt aber sauber. Wir waren hier auf 1900 M.ü.M, Abends zum draussen Karten spielen mussten wir uns ganz schön warm anziehen und Nachts die warme Bettdecke hochziehen😉.
Weils so schön war blieben wir zwei Nächte, den Versuch durch den Rila Nationalpark wieder weiter zu fahren verwarfen wir, sind aber bis Anfangs der Wanderwege hoch gefahren, oben machten die (wahrscheinlich Triathlonsportler/innen ihre Schiessübungen, rauf auf den Berg mit den „Rädliski“ , schiessen und runter gehts ringer 😂!

Als wir wieder in der Ebene unten waren war es unerträglich heiss, wir wollten ins Skigebiet bei Bansko im Pirin Nationalpark. Schon der Ort war ein Touristenrummel, oben auf dem Parkplatz alles voll Autos, die Strasse bis zum Berghaus, wo die Bergwanderungen beginnen, war von 9-16 Uhr gesperrt. So schauten wir uns etwas um, stellten das Womo ins Wäldchen in den Schatten. Welch ein Zirkus… Seilbahnen und riesige Sommerrodelbahn.
Um 16 versuchten wir es mal, es sollte ja oben nette Parkplätze mit toller Sicht geben.
Nicht lange und wir waren im Chaos, die ganze Strasse war voll geparkt und das bis zuoberst. Keine Möglichkeit zu wenden und bei Gegenverkehr erzwang ich den Vortritt. Fast zu oberst hatte ich zum Glück eine Lücke und drehte um, nein in dem Rummel wollen wir nicht sein. Da es aber inzwischen schon Abend wurde blieben wir im Wäldchen unten, der Parkplatz hatte sich inzwischen geleert und im Wäldchen konnten die Hunde auf der Skipiste (ohne Schnee) spazieren gehen.
Von ruhiger Nacht konnte nicht gesprochen werden, wieder mal wurde auf dem Parkplatz gegenüber, nach Lokalschliessung, weiter gefeiert, das heisst gelärmt und Musik auf Höchstlautstärke.

Wieder in der Hitze unten, hofften wir auf ein lauschiges Plätzchen am Struma, einem 408 Km langen Fluss, der in Bulgarien entspringt, durch den Kerkinisee in Griechenland und dann ins Meer fliesst. Neben lahmgelegten alten Strassenstücken boten sich einige Stellen als ideale Stellplätze an… nur am 1. Platz wo wir anhielten, mit den Hunden etwas laufen wollten, lag in einem Verschlag am Ufer ein toter Hund. Der Anblick und Geruch liess uns weiter ziehen. Schade wäre schön gewesen. Kurz darauf fanden wir noch ein tolles Plätzchen, installierten uns zum Bleiben, leider fuhr der Zug nicht weit entfernt über dem Platz vorbei, die nach 2010, wegen totaler Zerstörung durch Überflutung der Struma, neu erbaute Strasse dröhnte mit ihrem starken Verkehr bis zu uns und dann kam plötzlich eine grässliche Stinkwelle zu uns, keine Ahnung was Ursache war… vielleicht eine Fischzucht, die Abfall abliess, es war eklig und nicht auszuhalten.

Schnell packten wir wieder zusammen und fuhren weiter nach Melnik zum Rozhenkloster Parkplatz, da wars recht touristisch, aber eine tolle Strecke mit viel Reben und fantastischen Fels/Sandsteinformationen, wieder mal wähnten wir uns in Kapadokien. An der Strasse wurde Wein verkauft und später an einer riesigen Feigenbaum Plantage… zu meiner grössten Freude.. super feine Feigen. So lange hatte ich mich nach solchen geseht! Dann wagten wir wiedermal einen ungewissen Schotterweg nach Zlatolist Naturpark, leider waren die Bäche ausgetrocknet, dafür fanden wir einen schönen Grillplatz am Wegrand, wo wir bei toller Kulisse lagerten. Zu Mickys Vergnügen pätscherte am Morgen das Bächlein, das den Spuren nach schon grosse, reissende Wassermengen durch liess, sanft.
Wir haben von Thermen gehört und wollten die auch sehen.
In Rupite wurden wir fündig. Bei einer grossen, dürren Fläche waren einige Becken mit dampfenden Bächlein verbunden, wenige Menschen waren drin. Nebst der brütenden Hitze war das gesunde Wasser eher ein brodelnder Suppentopf … im kältesten (40Grad) trauten wir uns kurz rein, beim heissen hätte man sich verbrüht, wir zogen die Zehen blitzartig zurück (70Grad!) auch kein Ort um zu bleiben.

Noch kurz vor Griechenland liessen wir noch für 30 Lew (15 €) die zwei kaputten Abblendlichter wechseln, die kniffelige Arbeit in der Mittagsbruthitze hätte ich nicht machen wollen!
Jaaa und dann, ruckzuck waren wir in Hellas, fast ein Bisschen wie nach Hause zu kommen😍🇬🇷!
Nachdem wir den Kerkini Stausee mit Platzsuche bald umrundet hatten, es hatte viele idyllische Plätze doch leider schlecht mit den Hunden, wegen vielen weidenden Tieren und am Ufer stakenden Wasservögeln, zudem mit Mücken Invasion. Aber dann, beim kleinen Hafen Kerkinis wurden wir fündig.
Schnell wurden wir von einem Mann angesprochen, der mit seinem Motorrad ankam, um der heimatlosen Hunde-Streunerfamilie Fressen zu bringen. Er fragte uns, ob wir morgen eine Bootsfahrt buchen möchten um die Vögel zu beobachten. Normalerweise bin ich da ja ziemlich ablehnend, seine freundliche, unaufdringliche Art und Tierliebe, bekehrte mich eines Besseren und wir machten für 7 Uhr morgens ab 1 1/2 Stunden eine Vogelbesichtigungsbootstour zu machen, falls es uns wieder erwarten nicht zufrieden stellen würde, müssten wir nicht bezahlen. 40€ für zwei Personen, die Hunde durften wir mitnehmen und dies ohne andere Touris!
Wir haben es nicht bereut und gerne bezahlt, eine interessante, lehrreiche und wunderschöne Tour! Freilebende Pelikane so nahe erleben zu können, Flamingos, Reiher, Kormorane und sogar ein Seeadler. Zudem die vielen Infos über die Vögel, den Fluss und See.
Es war nicht zu übersehen, dass er diese Arbeit mit Herzen und Freude macht. Auch der Platz wo wir standen, der zwar von der Gemeinde ist, aber nicht durch diese gepflegt wurde, unterhielt Vasilis Chef, Boots- und Hotelbesitzer. Er liess die Holzpavillions streichen, Wasserleitungen für die jungen Bäumchen verlegen und lässt den Platz sauber halten. Leider missbrauchen das einige junge Burschen aus Athen, welche nach Barschluss den abgelegenen Platz als Partyplatz missbrauchen… ob dem Motorenlärm, Scheinwerferlicht, Technomusikgedröhn und lautem Geschrei konnten wir keine 3 Std. Nachtruhe geniessen 😡!

Gestern Nachmittag waren wir todmüde beim, in Park4Night gefundenen Platz, am Agonittisfluss angekommen. Eine Wohltat, in der brütenden Hitze, eine schattige Baumoase am kühlen (15Grad) Fluss, sauberes, kaltes Wasser lud uns zu einem erfrischenden Bade ein, ach tat das gut.
Uns erwartete ein grosser Picknickplatz, mit WC, vielen Betontischen und Bänken, paar überdeckte Sitzplätze, Feuerstellen, Grillhaus, jede Menge Wasserhähne, Abfallkübel und sogar Stromsteckdosen soll es haben. Nebenan ein kleiner Sport/Fussballplatz. Alle Möglichkeit, um mit den Hunden laufen zu gehen, was fast schon überflüssig ist. Denn 3/4 von 24 Std. waren wir ganz alleine auf dem grossen Areal und kein Mensch stört es, wenn die Hunde rumlaufen.
Gestern kamen zwei junge Frauen mit den Velos, wir kamen ins Gespräch und die eine erzählte uns über den Platz. Lustig war auch, dass sie jemanden von Kerkini kenne, der ein guter Freund ihres Vaters, der hier lebt, sei. Es stellte sich heraus, dass sie Vasilis (unseren Kapitän von der Bootstour) meinte, er hatte mit ihrem Vater gemeinsam studiert.
Der Platz, erzählte sie, wurde von den umliegenden Gemeinden aufgebaut, vor allem für Einheimische, aber eben auch für durch reisende Touristen mit Womos. Das ganze kostenlos und der Platz ist relativ sauber!
Ich hab fest im Sinn ihn noch genauer zu besichtigen…. aber… gestern waren wir viel zu müde und heute…
Nach dem gemütlichen Frühstück begann ich endlich am Blog zu schreiben, tja und dann kamen paar Männer zum gegenüber liegenden Pavillon, grüssten uns mit Kalimera zu und winkten uns einladend zu. Und wie es so ist, die freundlichen Männer luden uns zu ihrem täglichen, griechischen Apero mit Tsipouro (einem typischen,traditionellen Trauben Tresterbrand) ein. Eine laut, fröhliche Runde mit Gesprächen auf Griechisch, Englisch, Deutsch und Händen und Füssen… auch Onkel Google (Übersetzer) durfte mithalten 😉.

Den heutigen Tag geniessen wir vor dem Ansturm des Wochenendes, der Morgen war noch ganz ruhig, jetzt geniessen doch schon mehrere Männergruppen das gemütliche Nichtstun😜… die Frauen müssen wohl brav zu Hause bleiben!
So ändern sich die Zeiten… früher ersehnten wir die Wochenenden … heute sind wir froh, wenn sie vorbei sind und auf den Plätzchen wieder Ruhe eingekehrt ist.


Euch allen Lieben zu Hause, die noch geregelten Arbeiten nachgehen müssen, wünschen wir ein wunderschönprächtiges Wochenende !😘
Tja der Vorteil des „Alters“!! Ausgenommen der Wehwehchen😉

Die Hitze macht uns zu schaffen…

Nach wenigen km über vignettenpflichtige, zwar geteerte aber mit Riesenlöchern versehene, Strasse durch hügelige Steppenlandschaft… dann die roten Felsen von Belogradtschik, ein Bild… erinnert uns an Kappadokien oder Meteora, ein wahnsinns Anblick!


Kurz nach dem Städtchen finden wir den Abzweig zu den Felsen, einem möglichen Übernachtungsplatz und einer gefassten Quelle. Das Wasser fliesst angenehm kalt und sauber, 2 Liter die Minute, wenigstens die leeren Wasserbidons und Kanister füllen wir, Sigi schleppt das Wasser die 50 Meter den Weg rauf. Wir lernen langsam den Wert von Trinkwasser wieder zu schätzen, nicht mehr als selbstverständlich zu betrachten.
Wir haben gelernt, mit dem Frischwasser zu Haushalten und es nicht sinnlos laufen zu lassen. Auch das gehört zum autark Leben!
Dann, wir sind nicht weit gefahren, stehen in oder neben den nächsten Dörfern, direkt an der Strasse, mehrereBrunnen. Wir halten nochmals an um den Tank und weitere Flaschen auf zu füllen. Versuchen unseren selbst gebastelten „Wasserdieb“ anzuschliessen, der aber wegen zu geringem Wasserdruck und zuwenig Gefälle nicht funktioniert. Lastwagenchauffeure und Jungs auf Velos halten an um ihre Trinkflaschen zu füllen. Ein Reisebus mit mehrheitlich älteren Frauen, paar Männern und einem Mädchen steigen fröhlich schnatternd aus und drängen sich um den Brunnen, füllen Flaschen, trinken und erfrischen sich. Monschterburg und tierische Mitfahrer wurden bestaunt und dann machten die Frauen noch einen lustigen Kreistanz.


Trotz Sprachschwierigkeiten eine nette Begegnung mit Einheimischen!
In Montana kaufen wir noch schnell ein und fahren dann an den See. Der See hat viel Wasser und der Weg verschwindet im Wasser, wir stellen uns einfach vor dem Ufer hin. Die Nacht war angenehm ruhig bis auf die kurze „musikalische Einlage“ der Schakale. Eigentlich wollten wir 2-3 Tage bleiben, aber nach 14 Uhr am nächsten Tag war es ohne Schatten so unerträglich heiss, dass wir uns entscheiden weiter zu fahren, hoffen in den Bergen kühlere Luft zu finden. Paar Plätze von park4night haben wir angefahren, hat uns aber nirgends zugesagt. Ein grosser Steinbruch reizte uns… ob der noch in Betrieb ist?? Na ja morgens um 6-7 Uhr von Baggern oder Sprengungen aus den Federn gerissen zu werden ist ja auch nicht besonders. Also suchen wir mal aufs Geratewohl, fahren mal ein kleines Strässchen den Berg hoch, eng und löchrig ziemlich veraltet, dann weit oben eine tolle Aussicht, wir fahren mal weiter, können ja wieder zurück.. aber nein, es hat sich gelohnt, der Weg endet auf einer grossen wilden Wiese, in der Mitte ein grosses Monument.

Erstaunlich sauber der Platz, obwohl die Fahrspuren und (ausnahmsweise nur vereinzelte) Feuchttüechli, auf „Paarungsplätzchen“ von einigen Wohnungslosen 😡😜 hinweisen. Da es Mittwoch ist, können wir von einem ruhigen, störungsfreien Abend ausgehen.
Bis auf ein kurzes Gewitter war es auch traumhaft still, mit Fast Vollmond und Sternenhimmel.
Heute, nicht zu früh, sind wir dann gegen die Berge losgefahren, erst führte die Strasse die längste Zeit schnurgerade aus, links und rechts nur grün… Bäume und Gestrüpp, ganz selten ist ein wenig der schönen Landschaft zu sehen, grad wenn mal ein abgelegenes Dörfchen durchfahren wird.
Dann endlich geht es wieder in die Berge hoch und schon wieder finden wir einige Brunnen an der Strasse, mit genug Druck und somit können wir ohne Mühe, mit unserem Veloschlauch-Wasserdieb unseren Wasservorrat auffüllen. Wieder mal eine lässige Bergfahrt, weiter oben laufen einige Pferde frei, grasend am Strassenrand, dann kommt ein ganzer Zug Pferde mit Führer, mit leeren Holz-Bastsätteln gesattelt. Am Strassenrand sind viele Holzbeigen für den Abtransport bereit. Und dann sehen wir die nächste Gruppe, wie sie mit vollgepackten Sätteln das Holz aus den unwegsamen Schluchten zur Strasse tragen. Übrigens sahen die Pferde gesund, wohlgenährt und zufrieden aus! (Wollte das nur erwähnen um keine Tierschützer-Protest-Aktion aus zu lösen!)
Ich nehme sehr an, dass diese Pferde ein glücklicheres Leben haben als manche Spring-, Dressur- oder Rennpferde!
Wiederum einige Anläufe zum nächsten Übernachtungsplatz, wiederum ein Monument (Arch of Freedom) im Nationalpark. Wir stellten uns oberhalb des Parkplatzes, mit fantastischer Aussicht, hin. Die Hunde genossen wieder Freilauf und wir die gute kühle Luft. Beim Eindunkeln fuhren die Ranger langsam an uns vorbei und grüssten freundlich, also auch hier 0 Problem mit Freistehen.


Den nächsten Tag war ein Stausee geplant, wir möchten doch wieder mal schwimmen… doch leider, jedes Weglein war ein Flopp, entweder voll besetzt, keine Möglichkeit über das steile hohe Ufer ans Wasser zu kommen… und an der flachen Strandseite ein voller, lärmiger, knallheisser Badestrand. Wir sehen wieder zwei Monumente an der nächsten Bergkette, ein Blick genügt und wir sind uns einig… rauf ans ruhige Plätzchen. Schön… die Rauffahrt machte wieder riesig Spass und dann oben erwartete uns ein…. UFO?? Ach nein, es ist ein Lost Place Monument, da sind wir doch grad richtig! Es ist ein Gebäude, Buzludzha, aus der kommunistischen Zeit, das als Hauptquartier der Kommunistischen Partei diente. Dieses Gebäude wurde zu einem unfassbaren Preis von 8,2 Mio.€ (zu dem Zeitpunkt war ein durchschnittliches Monatseinkommen in Bulgarien 70€, 1981 Einweihung) in 7 Jahren Bauzeit erbaut. Mit vielen Bildern und Kunstwerken verziert erstellt.
Das besondere daran, ähnlich einem Amphitheater, den Redner in der Mitte hörte man ringsum bis in der hintersten (runden) Ecke.
Heute ein Trümmerhaufen im Innern, draussen mit Graffitis verziert, dient Hunderten Schwalben als Wolkenkratzer-Hochhaus und weidenden Pferden als Wetterschutz. Es ist verboten, es zu betreten, doch kann durch eine Öffnung der verschlossenen Eisentür die Zerstörung im Raum besichtigt werden.
Dora Ivanova machte 2014 ihre Diplomarbeit als Architektin für eine Renovation des Monuments, welches als eines der 7 gefährdetsten Kulturerbe Europas gilt. (Buzludzha-Monument.com)
Unser Parkplatz unterhalb war wiederum ruhig und aussichtsprächtig.
Bis auf einen etwas gespenstigen Zwischenfall paar Stunden nach Mitternacht… ein zufahrendes Fahrzeug war zu hören, in der Annahme ein weiteres Womo sucht einen Übernachtungsplatz, wollte ich schon weiterschlafen, dann ein lautstarker, unverständlicher Wortwechsel, aufheulender Motor und durchdrehende Räder… und fort war das unbeleuchtete Fahrzeug!
Am Morgen wollten wir zum nächsten Monument, doch stand auf dem Weg dort hin ein Polizeiauto quer über die Strasse und verwehrte uns mit ausweichenden Antworten die Weiterfahrt, die Strassen zum nächsten Monument seien gesperrt!
…Zufall oder Zusammenhang.. keine Ahnung.


So entschieden wir uns, erst einkaufen zu fahren, vielleicht haben wir Glück und finden endlich wieder, in der grösseren Stadt, Veliko Tarnovo, Nespresso kompatible Kaffekapseln…
Leider nicht der Fall und auch der Einkauf im dm war unbefriedigend. Dann halt weiter zum Wasserfall beim Kloster Kapinovo. Die tollen Fotos auf FB von einer Womobekannten hatten uns inspiriert, da wollten wir hin. Die lange Strecke auf der 6 zwischen Kasanlak und Gurkovo, war zwar gut ausgebaut, aber eine ziemliche Rennstrecke mit massenweise Lastwagen. Dann wieder enge löcherige Strasse den Berg rauf, einsam und wild teilweise die Gegend, ich freute mich schon auf den Wasserfall, klar am Wochenende rechneten wir schon mit mehr Volk… welch ein Zirkus uns da erwartete, erschreckte und enttäuschte uns aber sehr. Wir parkten beim Sportplatz, Sigi blieb bei laufendem Motor/Klimaanlage bei den Hunden und ich quälte mich durch das Menschengewühl, an lärmendem Schwimmbad und Musikgedröhne der „Strandbar“, Restaurant, Camping und Picknickplatz zum Durchgang für den Wasserfall. Mit einer Zauberbrille, die die lärmende Menschenschar, welche auf den Felsen und in den Becken des Wasserfalls rumsprangen, plantschten und schwammen wegzauberte, wäre das ein traumhaft schönes Plätzchen gewesen, ein Paradies zum Schwimmen und sich abzukühlen. Schade, aber da verzichten wir. Sigi hat noch einen Stausee entdeckt, zwar nochmal 33 km aber dort hat es einen Platz mit Steinkreisen wie bei Stonehenge, also sehen wir mal, nur paar km Umweg vor dem See. Dann erst mal die Überraschung, in dieser abgelegenen Gegend mit schlechter Zufahrt, ein Warnschild mit Fussgängern und…einem Golfwägelchen… Und dann die Bestätigung: Golfplatz und Hotel.. wir fahren trotzdem weiter, dann Schilder, Banner, dröhnende Musikboxen und schwarz gekleidete Securitas und Polizei. Auf unser Zögern winkten sie uns auf die Einfahrt zum Gelände, wir winkten ihnen aber nur zu und wendeten fluchtartig, nein das war es wohl nicht, wonach wir uns sehnten… ein Open Air bei über 30 Grad mit Hunden und Kater!? Den Steinkreis erblickten wir aus den Augenwinkeln.
Nächster Anlauf, wir wollen zwei Nächte bleiben… der See sieht nett aus… das denken sich noch einige andere Erholungssuchende, damit enden die nächsten paar Versuche über zum Glück trockene Matschwiesenwege im Kehren.
Doch wir werden fündig, zwar ohne Schatten aber idyllisches Uferplätzchen. Wir sind zufrieden, geniessen die Ruhe und Freiheit der Hunde, nur paar Gruppen auf der anderen Buchtseite sind am Zelten und Feiern. Die Nacht begann mit fröhlichem Gelächter, Gesang und Musik, die übers Wasser schallte und war später schön ruhig.
Der geplante Schwumm heute im See musste einer erfrischenden, kalten Aussendusche, mit der Küchenbrause durchs Küchenfenster, weichen.
Der See wäre mit Schlauchboot sicher mit sauberem Wasser in der Mitte des Sees erreichbar, vom Ufer aus aber ziemlich eklig… nicht nur das viele Schilf und Gräserzeugs, nein auch grosse Kuhherden haben das Ufer zertrampelt und versc….😡
Morgen gehts weiter….!

Schon wieder wir… müssen doch das aussergewöhnlich gute Internet hier in der Pampa nutzen 😜😀

Es freut uns immer wieder, Reaktionen auf unseren Blog zu bekommen, somit mit Freunden in Verbindung zu bleiben, Tipps zu bekommen und auch Antworten auf Fragen, die wir zwar uns oft stellen aber niemanden zum Fragen haben.
Von Susanna wurde uns nun auf unsere Feststellung, dass die Häuser in Rumänien in aneinander geklebten Reihen gebaut sind und in Bulgarien wieder einzeln stehen, die Frage gestellt: Warum?

Wegen den Häuserreihen in RO hab ich die Wohnhäuser und nicht Höfe gemeint, aber der Grund dafür?? Vielleicht wegen der Wärme, spart Heizkosten und Baumaterial, auch eventuelle Leitungen (Wasser, Abwasser, Strom etc.?!), oder ähnlich einer Wagenburg, Schutz gegen Eindringlinge? Obwohl mir all die von uns bereisten Länder friedlicher vorkommen, als in CH und D 😜.
Tja viele Sachen, die wir unterwegs sehen, beachten, uns wundern und fragen, werden uns leider nicht beantwortet. Weil mit fünf Tieren an Bord anhalten unterwegs in der Hitze fast unmöglich ist, wir erfreuen uns über die wunderschönen Landschaften während der Reise, den lustigen Details (Bienen Womo)

, süssen bunten Häuschen, prächtigen Gärten, lieblichen Tierherden. Wir wundern uns über die harte Arbeit, welche (uralt scheinende) kleine, buckelige, schwarz gekleidete Frauchen noch schaffen, mit Gabel und Rechen am Strassenrand Heureste zusammen nehmen oder die Einkäufe im Dorfladen schwer und weit nach Hause tragen.

Zum Einkaufen bleibt meist eine von uns im Womo, mit mit laufender Klimaanlage, das heisst mit laufendem Motor! Zudem sind wir ja den verschiedenen Sprachen nicht mächtig, was ein Gespräch/Fragen und Antworten eher verunmöglicht. Wenn wir mal genügend Internet haben, machen wir uns aber auch über Onkel Google schlau… wie heute Morgen… Goldschakale sind auch in Bulgarien angesiedelt, sowie auch Wölfe. Gestern in der Dunkelheit haben wir ein „Astros Konzert“ erlebt, das uns etwas erschaudern liess, Rulo musste seinen Outdoor Schlafplatz mit der engeren, sicheren Monschterburg-Innenkabine tauschen.
Castello hat sowieso nur bis vor dem Eindunkeln Ausgang und kommt dann entweder bei uns draussen an die Leine oder mit uns rein.
Bei Recherchen im Googeli entdeckten wir, dass unsere Monschterburg am Ufer des legendären Monschtersees steht.
The Bulgarian ‚Loch Ness Monster‘: the Water Bull of the Rabisha Lake
https://www.novinite.com/articles/113906/The+Bulgarian+%27Loch+Ness+Monster%27%3A+the+Water+Bull+of+the+Rabisha+Lake
Der Millionen Jahre alte See, welcher nie austrocknet, obwohl er weder Zu- noch Abfluss hat… in dem ein Monschter hausen soll.
Von alten Fischern hörte man ausserdem, sie hätten in dem fischreichen Gewässer einen 5 Meter langen und 350 kg schweren Fisch raus gezogen.

Ps. Bis jetzt haben wir erst 24 Grad im und vorm Womo… im Schatten der Weiden und der Kühldecke über der Front👍😅
(Gegen 19.00 Uhr waren’s dann 30 Grad).

Schlimm empfand ich die grässlichen Landwirtschaftsbetriebe, die Kolchosen, halb verrottet, mit riesigen Rundballen-, Silo-, Flachsilobergen, total verrosteten Fuhr- und Maschinenpärken mit Mauern und Stacheldraht eingezäunt.

In den unfreundlichen Massenställen hunderte von Rindviechern, oder dann unvorstellbar grosse, alte und auch ganz neue… wie Fabrikanlagen, Geflügelbetriebe…. grässlich. Da kann sogar ich, als überzeugte NICHT Vegetarierin, wochenlang ohne Fleisch auskommen und es lässt mich tierische und pflanzliche Frischnahrungsmittel von kleinen Bauernständen an der Strasse kaufen… auch wenn manchmal das Obst auf der nächsten Weide „entsorgt“ werden muss, weil es nicht unserem Geschmack entspricht.
Leider müssen wir den nächsten Marktbesuch auf kühlere Zeiten in Griechenland verschieben, weil es einfach zu heiss ist, um die Tiere im Womo zu lassen, ausser wir sind in der Pampa, können im Schatten parkieren und alle Fenster und „Wohnungstüre“ (mit fester Fliegengittertüre) offen lassen.

Nun haben wir den See und Sonnenuntergang wieder alleine für uns.


Wir geniessen noch, solange uns die Insekten nicht fressen, den romantisch schönen Abend draussen. Morgen fahren wir weiter, das Wasser wird knapp.
Der nächste See ruft… ob er auch so einsam und gemütlich ist wie hier?
Guet Nacht ihr Lieben!

Rumänien -Bulgarien… auch hier ist es fast unerträglich heiss

Wir sind wieder in den Bergen, da lässt es sich aushalten, es ist nicht so drückend heiss und nachts kühlt es erfrischend ab.
Heute ist Faulenzen angesagt. Der nette Platz im lichten Wäldchen, direkt am rauschenden Bach und ganz alleine, lädt wirklich zum Verweilen ein. (Eftimie Murgu)


Wir hatten gestern schon einen schönen Nachmittag hier, abends herrlich gegrillt, draussen Karten gespielt und vor dem zu Bett gehen im Bach gebadet.
Die Hunde und Castello haben das Paradies hier und können (sogar Andra) frei rumlaufen.
Bei der Hinfahrt die Schlucht hinauf besichtigten wir alte Wassermühlen, welche teilweise noch betrieben werden. Bei der Einen war ein Mann am Mahlen und das Mehl ab sieben. Für 10 Lei kauften wir 2 kg …Mehl, Sigi war ganz happy, Naturkostmehl direkt aus der Mühle zu kaufen, zum Nachtessen und gleich noch zum zMorge hat sie uns feine Brötchen gebacken.
Ein Fehler muss so ein Traumplatz ja haben… es ist zum verrück werden… kein Internet, kein Netzwerk , manchmal kommt schnell ein „Funke“ durch… ein Whattsapp ohne Foto!? Und da merkt frau dann was alles ohne Internet so nicht läuft. Jetzt hätt ich mal Zeit endlich einen Blogbeitrag zu schreiben, doch auch das harzt, denn ich kann ja nichts nachschlagen… Google, GoogleMaps und Konsorte schweigt😡.
So geniessen wir mal die herrliche Ruhe, ich hänge in meinem Sessel am Baum und blicke durch die Blätter zum blauen Himmel hoch, lausche dem Gurgeln und Plätschern des Baches zu.
Sogar der Platz ist aussergewöhnlich sauber, es hängen einige Abfallkübel an Bäumen und ein grosser Kontainer steht auf der Wiese.
Auf der Fahrt kommen wir an unendlich scheinenden Feldern vorbei, mit „traurigen“ Sonnenblumen die ganz dunkel sind und ihre schwarzen, dörren, Sonne verbrannten Köpfe in eine Richtung hängen lassen. … ein trauriges Leben und zum Schluss werden sie gedroschen und ihre Kernen grausam zerquetscht und gepresst. Ja und auch so geht es den zwar glücklich heran reifenden Oliven in Griechenland und Co. … ein schreckliches Ende.

Tja liebe Veganer… das musste mal raus🤣
Wir fahren durch km lange Dörfer,beidseits der Strasse, ein Haus ans andere ohne Abstand gebaut, von der Strasse über eine Einfahrt/Brücke vom
Abwasserkanal. Immer wieder Pferdefuhrwerke, oft in rasantem Tempo oder mit Fohlen bei Fuss.

Es istSamstag, viele Paare heiraten merken wir, links und rechts der Strasse sitzen die Einwohner auf den Bänken vor dem Haus/Garten und beobachten plaudernd das Geschehen, abwartend auf das Brautpaar. Ein Brautzug, begleitet von Hochzeitsgästen und Dorfmusik kreuzen unseren Weg.


Wir fahren weiter, Richtung Donau, da wo die vielen kleinen und grösseren Flüsse von den Bergen in die Donau fliessen. Die Donau ist da riesig breit… wie ein See. Nach paar Fehlversuchen ( überfüllte Plätze, „Müllhaldenplätzchen“ ) haben wir Glück, zwar ist hier auch noch Betrieb, Fischer und hinten am Sandstrand Badelustige, aber wir erwischten eine frei Einbuchtung
direkt am Ufer der Donau.

Nur wahnsinnig heiss wars, und wieder einmal mehr sind wir um die Kühldecke für über das Fahrzeug froh. (Cetate,Port Cultural)
Abends leerte sich der Platz und wir verbrachten eine super ruhige Nacht. Leider waren die Mücken so aufdringlich und angriffig, alle Spray und Räucherspiralen nutzten nichts, sodass wir uns ins Womo verzogen.
Heute nach dem Frühstück, Mückenfrei hinter Insektenrollos 😡 fuhren wir los, nicht weit und wir haben die Grenze zu Bulgarien erreicht. Trotz EU Grenzkontrolle, dann Geldwechsel und Vignettenkauf, für 15 Euro können wir nun 1Monat die Bulgarischen Strassen benützen, dies gilt nicht nur für Autobahnen, nein auf den bald folgenden gut 20 km total gewellten, löchrigen, Gras bewachsenen Holperstrassen waren auch Schilder für Vignettenzwang angebracht. Auf der ganzen Strasse begegneten wir 1 Pferdefuhrwerk, 1 kreuzendes Auto, dessen Fahrer uns ganz entgeistert zu lachte, und 2 geparkte Autos, sonst keine Menschenseele. 1 Schlange und eine Echse huschten über die Strasse.
Durch paar Dörfer, ganz anders als in Rumänien, die Häuser wieder einzeln stehend, in Gärten hinter Büschen versteckt und menschenleer, haben sich wohl alle in die kühlen Häuser versteckt.

(Magura Lake Rabisha:)
Und dann die Spannung… der See auf Googlemaps ist ganz in der Nähe, wir müssen ihn nächstens erblicken… was wird uns erwarten??
Einfach super und traumhaft, das ideale lauschige Plätzchen hat Sigi auf Googlemaps gefunden und es übertrifft unsere Erwartungen/Hoffnungen. Ein einsamer See umgeben mit ziemlich trockenen Weiden, paar Büschen und einige schattenspendende Bäume. Nur paar Autos und 1 Womo mit fröhlichen, Badenden Erholungssuchenden verteilen sich locker um den See. Wir finden das ultimative Plätzchen für uns, einer kleinen Baumgruppe die für uns und die Hunde Schatten spendet, ein angenehmes Lüftchen vom See macht die Hitze erträglicher und sogar ein passender Ast bot sich für meinen Hängesessel an. Geht’s uns gut!!
Nun genug geschrieben, wir haben eben einen leckeren Sigi‘s Brotsalat gegessen und prüfen nun mal die Wassertemperaturen.

Bis demnächst… in diesem Blog

Wilde Schönheit der Karpaten…

Die Zeit und die Kilometer vergehen wie im Fluge… und wir sind heute schon in Ungarn angekommen.
Na ja das war vor paar Tagen… mein Internet war aus und es ist einfach zu heiss zum schreiben und denken, ich glaube die Hitze schwemmt mir grad paar graue Hirnzellen aus 😂!
Je mehr wir in Polen südlicher kamen, wurden leider die Plätze auch wieder schmutziger. Einfach schade, da waren wir ja vom Baltikum verwöhnt.
Die Gärten in den Dörfern waren in Südost Polen und der Slowakei zwar sehr gepützelt und nicht gerade unser Geschmack… jeder wollte den Nachbarn übertreffen und die meisten, schöner gestutzten Bäumchen und Büsche im „Golfrasen“ stehen haben… natürlich geometrisch ausgemessen angepflanzt… na ja, jedem das Seine!

Übrigens tut unser Kühlschrank seine Dienste wieder… nicht ganz zuverlässig, wir müssen regelmässig kontrollieren und bei Bedarf neu zünden, aber er kühlt wieder besser als nach jeder Reparatur in den verschiedenen Womo Werkstätten! Danke Jörg! Er hat sich liebenswürdig unserer Monschterburg angenommen und Kühlschrank und einige andere Mängel in Ordnung gebracht.
Anja und Jörg mit Hund Rudi, Kater Moritz und Hippo Magirus Deutz (ein Fahrzeug meiner Träume😍), wieder zwei nette Womo Bekanntschaften, die wir sicher irgendwann… irgendwo mal wieder treffen werden.

Irgendwie zog es uns schnell weiter, wir haben noch paar reizende Übernachtungsplätzchen gefunden, in der Slowakei genoss ich das Fahren über die Bergstrecke der Tatra, wir übernachteten an Bergseen und Flüssen… leider ohne die kühlenden Fluten nutzen zu können, denn es war ziemlich eklig was da so rumlag, Janosch fing sich gleich 2 grosse Angelhaken mit Blei und Schnur ein, zum Glück nur in den Rutenhaaren verhakt.

Eine schöne Überraschung war die Nachricht, dass mein Sohn Michael und seine Frau Gabriela bei ihrer Töffurlaubstour ganz in der Nähe sind und wir uns nächstens kreuzen werden.
So machten wir einen Treffpunkt bei Betliar, Slowakei, aus und gingen im einzigen, aber mega feinen Lokal im Dorf Essen. Ein wunderschöner Abend, es gab viel zu erzählen, wir hatten uns ja schon länger nicht mehr gesehen und bis zum nächsten Mal nach dem Überwintern in Griechenland vergehen noch paar Monate.

Heute sind wir nun in Rumänien gelandet. Bei der Tankstelle nach dem Zoll bin ich die RoVignette lösen gegangen, in der Zeit erlebte Sigi den ersten negativen Zwischenfall. Eine junge Romafrau mit Kinderwagen flitzte heran, riss die Beifahrertür auf und entnahm die Wasserflasche, Sigi riss die Türe zu und drückte schnell den Schliessknopf. Die Freche versuchte es noch bei den andern Türen und schlug die Flasche gegen das Womo.

Und nun sind wir mal “ Normale Camper“, verbringen zwei Tage auf einem kleinen, netten Familiencamping, haben Markise, Sonnensegel, Tisch und Stühle draussen und waschen unseren riesigen Berg Schmutzwäsche, sieben Maschinen. Seit Riga haben wir keinen Self Waschsalon gefunden. Nun war es dringend nötig!
Alle Vierpfoter liegen wie tot im Schatten rum, nur der kleine Kater bewegt sich zwischendurch mal in einer Actionphase und spielt herum.
2x zwang uns ein Gewitter, die Wäsche vor erneutem Spülgang zu retten und alles auf den kleinen Wäscheständer unter die Markise zu hängen.
Am 2. Abend verwöhnte uns die Campingplatzbesitzerin mit leckeren einheimischen Spezialitäten, dazu ein selbstgebrannter Kartoffelschnaps und später einen feinen Zwetschgenkuchen mit Früchten aus dem Garten.
Obwohl wir Campingplätze ja sonst meiden, fühlten wir uns sehr wohl bei den Beiden… Er Franzose, Sie von dort. Der Camping erst vor 3 Monaten eröffnet und mit Herz gestaltet. Gestern sind wir dann weiter, los in die Berge… eigentlich wollten wir an einen See, dort konnte man aber nirgends mit Womo schön stehen und für unsere Viecher wär es auch nicht lustig, so nah an der Strasse. Der einzige eigentlich nette abgelegene Platz war so verdreckt, dass wir diesmal keine Lust hatten zu sammeln.
So fuhren wir weiter die 183 den Berg hinauf… im Winter die Abfahrtstrecke für Skirennen 😂… und zuoberst dann die Überraschung… Baustelle-Passübergang gesperrt 😡also alles wieder runter, Berg umfahren und andere Seite wieder hoch.
Die Strecke war aber herrlich, wie gemacht für unsere Bergziege Monschterburg. Die Gegend wurde Traumhaft, wir fühlten uns zig Jahre zurück versetzt. Da ist Landwirtschaft noch Handarbeit, Sense und Rechen, Brückenwagen fürs Heufuder… wie damals auf unserem Bergbauernhof auf Lavrius Surselva Graubünden.
Auf allen Wiesen waren Heinzen aufgestellt und offene Schober mit Dach waren voll Heu.
Wo die Häuser im Flachland unten meist gemauert und hübsch in allen Farben bunt gestrichen waren, sind sie in der Berggegend Marmarosch viel aus Holz, in Blockbauweise nach alter Art gebaut, viel mit Holzschindeln, Hofeinfahrtstore mit kunstvoll geschnitzten Rahmen und Türen und so ganz gegen meinen Geschmack, wirklich wunderschöne Holzkirchen! … einfach einzigartig. Nur schade sind die Strassen ohne Ausweichstellen oder Parkplätze und so schlecht, viel befahren und eng, dass ich nicht anhalten kann zum fotografieren. Die Bilder bleiben aber in unserer Erinnerung verankert!
Wir kommen noch an einem Touristischen Ort vorbei, mit Wasserfall, Wasserrad, Restaurant, Souvenir Stände, kunstvoll gemacht …aber ein Rummel.
Weil es so heiss ist können wir ja nie länger parken und die Hunde im Womo lassen und somit verpassen wir einige Sehenswürdigkeiten.
Unseren Schlafplatz haben wir aber immer noch nicht gefunden, dafür gut und traditionell gegessen… für 12 € zusammen inkl. Getränk.
Auf Gogglemaps hat Sigi was gefunden an der 185, eine weisse Strasse, am Grenzfluss zur Ukraine, der Theiß. Unterwegs hält uns ein Autofahrer an und fragt wohin wir wollen… wir müssten wenden.. nach 5 km sei Ende der Strasse. Nun wir versuchtens trotzdem, mit dem Erfolg, dass wir nach einer Feldwegfahrt an idyllischen Feldern vorbei, wirklich nicht mehr weiter konnten und die Strecke zurück mussten.
Irgendwann waren wir auch wieder auf der Hauptstrasse, es wurde dunkel und immer dunkler, Strassenlaternen ein Fremdwort, genau so wie Beleuchtung von Baustellen, Löchern in der Strasse, etc. die vielen Pferdefuhrwerke, Velofahrer und dunkel gekleideten Fussgänger, uralte landwirtschaftliche Maschinen hatten natürlich auch weder Licht noch Katzenauge. Eine anstrengende, abenteuerliche eher schon kriminelle Fahrt… ich schleppte eine Riesenautoschlange hinter mir her, denn zum Ausweichen und Vorlassen fehlte die Möglichkeit. Viele Rumänen fahren auch wie Kamikaze Geschosse. Rot beim Lichtsignal, doppelte Sicherheitslinien, Überholverbot
u.s.w. sind nur als Empfehlung gedacht und Streifenpolizisten am Strassenrand sind wahrscheinlich nur zur Zierde da.
Ich war jedenfalls froh, als wir das Städtchen Viseu de Sus und somit den Übernachtungsparkplatz beim Dampfeisenbahn Museum/Bahnhof, Mocãnita erreichten.
Hier waren schon paar Womos und ein Rudel Strassenhunde, die bellend ihr Revier verteidigten… ein Spiessruten Pippi Laufen mit unseren Vier, Castello hatte Leinenzwang☹️.
Am Morgen schon früh reger Betrieb und Lärm. Rauch lag in der Luft und nebelte uns ein, die Dampflock wurde eingeheizt. Der Parkplatz füllte sich mit Autos und fröhliche Menschen freuten sich auf die Dampffahrt. Täglich um 9 Uhr fährt der Zug eine fast 6 Stündige Ausfahrt mit Touristen.
Wir haben unser Frühstück auf der Bank genossen und fuhren weiter. An einem schönen Fluss, mit leider total versifftem Zugang, machten wir Halt, um unseren Vierbeinern Ausgang ohne Touristen und aufdringlichen Strassenhunden zu gewähren.
Über zwei Pässe gings, mit herrlichen Serpentinen und toller Aussicht und bei der Abfahrt entdeckten wir einen Holperweg, der zum Flüsschen Bistritz führte.
Da bleiben wir mal zwei Nächte, etwas Ruhe tut gut… da haben wir uns aber etwas verkalkuliert … es fahren ständig wieder Autos vorbei, die Insassen mit neugierigen Blicken. Ein Auto hält an, der Fahrer ruft uns was zu. Also schauen wir was er will… ach natürlich, da hat es Romas.. der Vater bittet auf gut Französisch um etwas Nahrung für sein Kleinkind. Na ja dann suchen wir doch mal was zusammen, viel gibt unser Vorrat zwar nicht mehr her, aber die Milch und paar andere Nahrungsmittel nimmt die Familie gerne an und der grössere Junge freut sich über ein Paket Guetzli. Ich leg noch einen 5 Lei Schein drauf.
Sie bedanken sich höflich und betteln nicht weiter.
Weiter unten richtet sich eine Schar junger Erwachsener, zu einem kleinen privaten Festival, ein. Jedenfalls hört man noch lange die BumBum Musik und Gelächter.
Eine Herde Rinder besucht uns und umringt neugierig das Womo, ich verscheuche sie paarmal und wir bringen die Hunde und Castello in Sicherheit der „Burgmauern“.
Zum Glück verzogen sich die Hornviecher bald auf die andere Strassenseite, die Monschterburg war denen nicht interessant genug.
Dann war die Nacht sternenklar, dunkel und recht ruhig.
Heute Morgen dann, nach dem Frühstück, die nächste Roma Familie, sie boten uns eine Schachtel mit Steinpilzen zum kaufen an.
Na bei Steinpilzen kann ja nicht viel schief gehen, zwar wollte ich paar aussortieren da sie teilweise verwurmt waren, einen Preis nannte sie nicht, die 10 Lei fand sie aber doch zu wenig so gab ich ihr 20, dann bettelte sie noch um Essen für die Kinderschar, da gab es aber nur noch kleine Reste, ein halbes Paket Haferflocken, 1 Sack Gries doch die Milch hatten wir ja schon gestern geopfert, das restliche Brot vom Frühstück und Tortillachips verzehrten die Kinder. Etwas unzufrieden über die Ausbeute zog die Mutter mit ihren Kindern ab.
Heute ist Sonntag und wir bemerken den Unterschied zu Estland… drei Familien mit Kindern sind eben an “ unserem “ Picknickplatz zugefahren, die Kinder springen schon jauchzend im Flüsschen rum, während die Erwachsenen Decken ausbreiten, Feuerholz hacken und das Picknick bereiten.
Wir sitzen gemütlich am (etwas gewöhnungsbedürftigen und originellen) Tisch mit Bank. Frau muss sehr achtsam sein mit Sachen auf den Tisch legen, doch wir sind ja einfallsreich😂.
Die vielen Autos mit Romas patrouillieren indessen fleissig, frage mich, was das für einen Sinn macht.
Wir geniessen jedenfalls das sonst idyllische Plätzchen, das einem fast in der Schweiz vermuten lässt. Die Temperatur ist da sehr angenehm, das sanfte Lüftchen und die Schatten spendenden Tannen sind herrlich!
Nun mach ich mich anzs eisgekühlte Wassermelonen aufschneiden.
Wir sind hier oben ohne jegliches Telefon/Netz, die Tracker funktionieren nicht, der Huawei Router mit Prepaid gibt kein Internet her und ich bin nun mal ums Sat Internet von Filiago froh.
Mal sehen wie die Fotos durch gehen…

Nachtrag:
Und wie wir so unsere Melone geniessen, kommt der eine Mann mit einer Riesen Platte Kartoffeln und Grillfleisch zu uns rüber und bedient uns, danach noch einer und zum Schluss noch eine Frau. Inzwischen sind es 6 Familien teilweise gemischt aus Italien. Es war mir doch, dass ich Italienisch raus höre!

Und so geht es dann: den einen geben und von den andern bekommen. Schön❤️

Fotogalerie:

Nach nun zwei Stunden Versuch Fotos zu laden und einem etwas heftigen Sturz auf die Schnauze, über Steine und Gestrüpp, geb ich es für heute auf und verschieb die Fotos auf besseres Internet!

Eestis Gegensätze und Besonderheiten

Auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz vor Tallin kauften wir das Nötigste ein in einem kleinen Supermarkt. Wir wollten die wichtigsten Sachen dabei haben und befürchteten, keinen Laden mehr zu finden, sonst hätten wir sicherlich einen Umweg um die unfreundlich, abschreckende Stadt Paldiski gemacht. Schon auf dem Parkplatz lungerten paar komische Gestalten rum. Im Laden war es unangenehm und dann auf der Strasse… alles ziemlich abgewrackte, asoziale und alkholisierte Menschen. Trostlose Plattenbauhäuser…Schlimm!
Nach mehreren Anläufen, hier ist Ferienzeit und die Esten sind auch ein Volk von Strand, Feuer und Picknick und somit sind die meisten der zahlreichen Grillplätze schon besetzt, fanden wir eine leere Feuerstelle und dazu passenden Strandparkplatz für die Nacht.

Schloss Fall mit seinem „gewaltigen“ Wasserfall, der sich vom flachen still fliessenden Fluss über die Mauer beim Schlosspark „stürzte“, wollte Sigi natürlich unbedingt sehen… ich seh schon… nächstes Jahr müssen wir unbedingt auch eine gemeinsame Woche Schweizerreise einplanen, um ihr mal richtige Wasserfälle zu zeigen!😂👍

Bei Rummu karjäär wollten wir eigentlich die einmal andere Industrieruine anschauen, dort im klaren, blauen Wasser schwimmen und vielleicht auch Schnorcheln und dabei die versunkenen Gebäude betrachten, die bei der Stilllegung der Anlage überflutet wurden. Ein Teil war auch das Gefängnis von Murru, deren Gefangene damals im Marmorbergwerk arbeiten mussten…. wäre auch heute oft sinnvoll, gewisse Verbrecher in Steinwerken zur Zwangsarbeit zu verdonnern!
Zur heutigen Zeit ist dies wohl eine Attraktion für Touristen. Es war jedenfalls geschlossen und nur Freitag bis Sonntag, kostenpflichtig, zugänglich.
So versuchten wir es auf eigene Faust an den See zu kommen. Fanden auch einen freien „Badestrand“, wo Frau über Felsplatten/Terrassen ins türkisklare Wasser steigen konnte… herrlich und angenehm erfrischend… hätte uns fast verleitet als Stellplatz, doch war die Hauptstrasse nicht weit entfernt, der Autolärm unangenehm und die Gefahr für die Hunde (Freilauf) zu gross. Beim Weiterfahren, resp. Hoppeln, kamen wir an einen Platz oberhalb der Steilküste, wo Taucher ins Wasser stiegen. Der Fahrweg endete aber bei der grossen (Gefängnis?)Mauer. Auf der gegenüberliegenden Seite sollte laut Googlemaps eine Ferienanlage sein. Auf der Googlekarte fanden wir nur einen Weg, der dorthin und an die Bucht danach führen sollte. Also versuchten wirs.
Erst an den eindrücklich geformten Kalkbergen (wie in Kapadokien) vorbei auf rumpelnder Schotterstrasse, dann wurde es schmaler, wellig, ausgewaschen und matschig… natürlich konnten wir es nicht lassen, irgendwie müssen die Gäste ja zur Ferienanlage kommen! Tja … oder auch nicht .. plötzlich war fertig Strasse, ein Durchgang für Fussgänger oder Motocrosstöff durch trockenes Bachbett und danach ein Pfad.
Und wieder mal Wendemanöver à la Monschterburg mit Sigis Manövrierassistenz 🤣.
Ein Gebüsch musste noch unserer Säge weichen, dann gings zurück und am nächsten Waldweg rechts den Hügel hoch. Kurze Zeit und wir wurden mit einem Prachtplätzchen, gerade mal Platz für ein „kleines, kompaktes Mobil“, belohnt. Paar Schritte den steilen Pfad zum Wasser hinunter und schon konnten wir im tollen See schwimmen… schon ein bisschen ein komisches Gefühl über Häusern zu schwimmen!
Bis auf die Abends und Morgens dröhnenden Flugzeuge vom Flughafen Tallinn war der Platz total ruhig!
Von Tallin waren wir etwas enttäuscht und ernüchtert.
Erst der Beginn der Grossstadt mit den riesigen Einkaufszentren, Geschäften und Industrie. Dann die unendlichen, trostlosen Beton-Wohnsilos… wo es auf dem Land eine ständige Freude ist, die versteckten, weit verstreuten, hübschen Holzhäuschen zu entdecken…. ist es traurig, diese trostlose Ansammlung hässlicher Wohnblocks zu sehen. Und dann die Menschen. Wir haben in einem Supermarkt eingekauft, Gesichter studiert… fast alle griesgrämig, unfreundlich, sogar die (sonst oft störende) musikalische Berieselung fehlt. Die Kassiererinnen wie Automaten ohne ein nettes Wort. Nebenan in der Apotheke nicht anders, bei jedem angefragten Produkt schaute sie uns entsetzt an, schüttelte den Kopf und stammelte No. Wir hatten das Gefühl, sie wolle uns schnellstens lossein und nichts verkaufen.
Wieder im Womo beobachteten wir, etwas bedrückt, eine Weile die vorbeilaufende Bevölkerung… trotz regem Stadtbetrieb war es unwahrscheinlich ruhig, nicht mal die Vögel pfiffen und die Menschen hatten sich wohl nichts zu sagen, nicht mal die Jugendlichen machten Lärm.
Auch der Besuch der Altstadt munterte uns nicht wirklich auf. HandyCraftshops, Souvenierläden, unmodische Mode und überteuerte Lokale.

Nette, alte, schmuckvolle Häuser und viele Touristen… wie eigentlich in jeder mittelalterlichen Stadt. Und ein solches Überangebot von Restaurants, dass wir uns für keines entscheiden konnten.
Irgendwie verstehen wir die Mentalität der Esten nicht, fast überall sonst ist es so einfach und selbstverständlich, mit fremden Leuten in Kontakt zu kommen. Ein freundliches Good Morning… oder hier Tärä und schon sprudelt ein kurzes Gespräch hervor… hier wird es höchstens kurz und erstaunt erwidert aber viel öfter ignoriert und vorbei geschaut.
Müssen sie die Offenheit erst lernen? Und dabei machen sie so viel Tolles für den Tourismus und auch für Einheimische!
Ein junger Pole auf dem Parkplatz rettete unsere Stimmung…
Er fragte nach Kleingeld für den Parkscheinautomaten und hielt mir einen 5 Euroschein hin, nachdem wir ihn beim Versuch vorher, bei einer unwirsch ablehnenden jüngeren Frau beobachteten. Wir kamen ins Gespräch, er fragte von wo wir seien und wohin wir weiter reisen. Da sprudelte mir gleich mal aus dem Mund… wir fuhren auch schon durch Polen, Littauen und Lettland bis hier, die Polen waren die fröhlichsten und aufgeschlossensten bis hier. Ein riesiger Smiley überzog sein Gesicht, wir sagten Tschüss und er drückte uns spontan und herzlich an sich 🤗👍💚.
Eine nette Geste und unser Tag war gerettet!
Mkkg
Der Schlafplatz lag wieder an der Ostsee, nett gelegen mit mehreren Grill- und Picknickstellen, Brennholz- und Trockentoilettenhäuschen… sogar eine Rampe für Rollstühle führte hinauf, ein Blockhaus mit begrüntem Dach! Einfach Klasse!
Aber ans Ostseewasser und Strände werden wir uns nicht gewöhnen, Algen, Schaum und Oelschlieren verderben den Gluscht aufs Schwimmen und riechen tut es auch nicht einladend.
So suchten wir gestern, trotz der aufdringlichen Mücken und andern stechenden Brummern, einen Platz an einem der vielen Seen.
Auch da waren viele schon besetzt oder es hatte andere Hunde dort. Unsere Vierbeiner waren schon lange im Womo gehockt und möchten auch frei rumtollen, Castello ist fremden Hunden und Menschen gegenüber zwar vorsichtig, doch wollen wir nichts riskieren.
Also leitet mich Sigi weiterhin über kleine, holperige Waldsträsschen durch den Wald und wir suchen nach den versteckten kleinen Seen. Überall ist der Boden mit Heidelbeersträuchern bedeckt. Dann stehen wir vor einer Brücke… und verlieren dabei auch mal unseren Mut… ein grosses Loch ist rausgebrochen, die Balken beängstigend morsch! Also wenden und einen Umweg fahren.
Der wurde später schön belohnt. Auf einer Waldlichtung direkt am Seelein eine offene Feuerstelle und etwas morsche Bänke, dabei ein Paar am Picknick.
Nun, wir parken etwas abseits und entschliessen uns, wenigstens rasch schwimmen zu gehen.
Tja und sollten wir nun etwa ein schlechtes Gewissen haben?? Die zwei packten ihr Zeugs zusammen und als wir aus dem angenehmen Moorwasser stiegen…. war das Feld geräumt.
Nun steht unsere Monschterburg direkt am Wasser, wir haben erst die Feuerstelle und den Platz entmüllt und Sigi hat noch mehrere Eimer Asche aus der Feuerstelle geschaufelt, damit das Feuer auch im Schutze der Steine brannte.
Bald brutzelten feine Würste, Knoblibrot und Maiskolben auf der Glut.
Es ist unheimlich still hier…zeitweise hört man nicht mal einen Vogel und was selten ist… kein Schwan, keine Ente, nix schwimmt auf dem See.


Nur mal paar Offroader sind brummend den Sandweg durch den Wald gefahren.
Unglaublich so ein Paradies für uns alleine. Die Hunde, vor allem Andra (die ja sonst oft angeleint ist) geniessen das Tun und Lassen was sie wollen. Castello beobachtet die Hunde, wie sie durchs Wasser waten, streckt neugierig mal die Pfote rein um sie dann angeekelt rauszuziehen und zu schütteln.
Wir geniessen es, keine einengenden Badeanzüge tragen zu müssen und weit in den See zu schwimmen… begleitet von Janosch, der das gemeinsame Schwimmen immer noch sehr geniesst… oder will er uns nur begleiten um uns im Notfall zu retten?!
Sonst wird er immer älter und schläft oder döst viel vor sich hin.
Micky hat sich an die Prozedur mit Blutzucker messen (der rauf und runter segelt) und Insulin spritzen gewöhnt, jagt immer noch schwänzelnd durch Büsche, Gras und Schilf irgendwelchen unsichtbaren Viechern nach.
Rulo wird ständig anhänglicher, geniesst immer öfter Siestas neben uns draussen liegend und freut sich an dem ständigen Freigang.
Andra wie immer, oft träge und schnarchend auf ihrem „Bett“, findet es aber auch sehr spannend, mal ab zu zischen und alleine auf Entdeckungstour zu gehen, oder wälzt sich nach dem Bad genüsslich in der frisch gegrabenen Erdkuhle 😳.
Castello der kleine Frechdachs wächst und wird mutiger und abenteuerlustig. Er hat gestern seine erste (Baby) Maus gefangen!
Und wir geniessen die Zwei- bis Siebensamkeit, und die Einsamkeit der estnischen Wälder am See!

Wieder auf dem Festland Estonias…

Am 2. Juli sind wir extra nach Kuressare zum Tierarzt gefahren, weil für Castello die zweite Impfung für die Grundimmunisierung nötig war. Nun hat er wieder Ruhe, sein nächster Termin wird dann die Kastration sein.
Übrigens… seinen neuen Kletterbaum in „June’s Castello“, zum Futternapf, hat er schon im Griff und klettert flink hinauf. Sonst ist, ausser der freien Bahn draussen, sein absolut bevorzugtes „Spielzimmer“ Rulos Schlafzelt.


Dort schleppt er dann seine erlegten Sachen, wie seine Plüschkuh, Föhrenzapfen und manchmal sogar schon kleine „Drachen“… in Wirklichkeit wohl eher kleines Käfer-Krabbelgetier, rein. Rulo und wir haben es inzwischen aufgegeben, Rulos Schlafhäuschen zu verteidigen und lassen den kleinen Wildfang Castello drin mit den Ungeheuern kämpfen.

Im Hafen Sōru entdeckten wir einen richtigen Wasserhahn an einem Häuschen mit einer Tafel dran: Joogivesi -Trinkwasser, die Gelegenheit nutzten wir gerne und füllten unseren Vorrat auf.
Der alte Hafen in Haldi, der Stellplatz am Naturlehrpfad und dem roten Bächlein, am Surferstrand und in Palli: wunderschöne Plätze zum Freistehen. Dazwischen haben wir noch die vielen bemerkenswerten Leuchttürme angeschaut, die es auf Hiiumaa zu sehen gibt.
Ein Ausflug führte uns nach Thakuna, wo ein schöner Leuchtturm steht, und die Mahnglocke, welche bei Sturm wie von Geisterhand bimmelt:
20 Meilen vor dem Strand ist 1994 im Sturm die Estonia gesunken, mit 989 Passagieren, wovon 137 gerettet werden konnten. 95 Tote wurden geborgen, alle andern liegen in 80 Meter Tiefe im Schiff begraben. Alle Kinder an Bord starben bei dem Unglück.


Nach kurzer Fahrt, klar wieder mal über holprige Waldwege, an riesigen Baumstämmelagern, die nicht enden wollten, vorbei und ehemaligen russischen Militäranlagen und Wald, Wald …. Wald, erreichten wir wieder einen guten Platz, den RMK Platz am grossen Sandstrand Toervanina. Kurz hinter uns kam ein Postauto Kleinbus angefahren… he das sieht ja aus wie ein Schweizer Postauto!
Er parkierte hinter uns…
und es war ein Schweizer, genauer ein älterer Appenzeller, Hansruedi. Wir tranken Kaffee und assen gemeinsam Znacht. Später kamen noch 3 Velofahrer und eine Velofahrerin aus Riga dazu, die stellten ihre Zelte auf und gesellten sich zu uns ans Feuer. Das Mädel trocknete ihre nassen Kleider auf dem Cheminéehut
, die verschiedenen Flaschen machten die Runde und es war ein gemütlicher Abend.

Am 6. Juli besuchten wir die Villavabrik von Kassari. Dort kann Frau zusehen, wie aus geschorener Schafwolle Strick- oder Filzwolle entsteht. Wie sie von noch sehr altertümlichen Maschinen gezupft und gesponnen wird. Im Fabrikladen sind dann auch viele schöne Stricksachen zu kaufen… wir haben das kleinste Objekt erstanden… eine gestrickte Wollmaus für Castello 1€.
(Minimalismus und Gewichtskontrolle fürs Womo🤣)!

Dann weiter zum Sääretirp, wo wir eine Wanderung zur Spitze der Landzunge machen wollten. Nach halber Strecke, zwar mit Blick auf die Landzunge in der Ostsee, machten wir kurz Pause und kehrten dann um. Es zog sich zu sehr in die Weite und wir hatten zu wenig Trinkwasser im Rucksack (für Vierpfoter und Zweibeiner).

Die Park/Stehbuchten auf der Retourstrecke waren zwar ganz nett und am Wasser, jedoch zu nah an der Strasse für die Tiere, also suchten wir weiter und wurden auch fündig. Ganz eng, eine Einfahrt in den Wald, direkt am Strand, wieder mit Grill, Tisch und Bank und der Platz war mit einem Womo schon voll und angenehm im Windschatten. Die Sicht aufs Meer und Fähre.

Am nächsten Morgen sahen wir die 10 Uhr-Fähre übers Meer gleiten und machten uns schleunigst auf den Weg zum Hafen, in der Hoffnung, noch einen Platz zu ergattern.
Kein Problem, der moderne Hafen war gut organisiert, beim Tickethäuschen wurde das Fahrzeug schon elektronisch erfasst und wir in die richtige Spur geleitet. Lichtsignale liessen uns in den riesigen Bauch der Fähre fahren.
Wieder so eine ruhig gleitende, moderne Fähre, diesmal konnten wir die Überfahrt auf dem vorderen, oberen Deck, in der herrlich warmen Sonne geniessen. An einer grossen Sandbank mit vielen Vögeln vorbei und durch schmale, markierte Seestrassen und Untiefen, musste der Kapitän zirkeln!

In Haapsalu angekommen wollten wir erst Wasser bunkern, leider war die beschriebene Zapfstelle beim Strandparkplatz ungeeignet für Schlauchanschluss, also suchten wir den CP auf, wo es für 2€ genug Trink/Tankwasser gab. Am alten Eisenbahnbahnhof mit alten Zügen fuhren wir vorbei, kurvten durchs Altstädtchen und parkten dann im Schatten, um ohne die Hunde die alte Burg anzuschauen. Die war gerade in Renovation.
So schlenderten wir durchs Tor und um die Stadtmauer, entdeckten eine leckere Pizzeria im Innenhofgarten… die war äusserst günstig, sehr fein gemacht und viel zu grosse Portion… obwohl wir die mittlere für 7.90€ bestellten und einen tollen Mischsalat dazu teilten.
Auch heute noch haben die mitgenommenen, im Womobackofen aufgebackenen Pizzahälften prima geschmeckt!


Wir sind dann nämlich wieder mal an einem RMK Waldpicknickplatz gelandet, haben trotz Samstagnachmittag noch einen freien Platz ergattert und das endlich wiedermal super warme Wetter genossen. Diesmal an einem Moorsee, was wir sehr geniessen, einfach herrlich erfrischend zum Schwimmen und jede Picknickparzelle hat seinen eigenen Zugang zum See durch das Schilf.
Wider Erwarten sind Abends fast alle Leute nach Hause gefahren und auch heute sind fast keine Menschen auf dem grossen Platz, es ist herrliche Ruhe… unvorstellbar in der Schweiz an einem See am Wochenende.
Der Waldboden ist voll mit Heidelbeerbüschen bedeckt und lädt ein zu naschen!

Sommerlich eisiger Wind…

Am Küstensträsschen entlang fanden wir noch eine Menge geeignete Stellplätzchen, diese aber oft nur für kleinere Womos, 4 x 4 oder dann solche wie wir… verrückte… denn dort, wo die Autorinnen von „mit dem Womo ins Baltikum“ durchkamen, kommen wir jedenfalls noch alle mal hin!😂.
Natürlich mit immer wieder paar Kratzern mehr oder paar Ästchen, welche die Markise zieren und Sigi muss halt so manches mal als Lotse vorlaufen. Aber es macht uhh Spass und wir entdecken die wunderbarsten Plätze, traumhafte Landschaften, wilde Wälder mit total versteckten Knusperhäuschen.


Frau wähnt sich oft alleine im riesigen Wald und steht dabei fast neben den Häuschen.
Oft steht nämlich im Buch… „nur für Offroad, kompakte, kleinere Camper geeignet“, also wer abenteuerlustig ist, sein Womo nicht täglich mit Hirschleder poliert, kann ruhig etwas wagen, auf den Hauptstrecken verpasst man nämlich so manches Schöne, zudem sind Hauptstrassen nicht weniger gefährlich! So ist uns gestern fast eine grosse Gefriertruhe in die Front gefallen. Der vor uns fahrende PKW mit vollem Anhänger hatte wohl noch nie von Spannset Gurten gehört und plötzlich sah ich, wie die Truhe geflogen kam, konnte zum Glück, dank genügend Abstand und keinem Gegenverkehr, abbremsen und auf die Gegenfahrbahn ausweichen.

Was uns auch freudig auffällt, hier herrscht kein Abfallproblem, die Strassenränder, Park- und Picknickplätze, Badestrände, Wälder, Wiesen, einfach überall findet man fast keinen Abfall rum liegen, auch keine Gummis und Feuchttücher👍🤣.

Auf dem Campingplatz Muha Talu durften wir unsere Wasservorräte auffüllen. Ver-und Entsorgung ist hier etwas ein Problem und fast nur auf CPs möglich. Das Wasser ist auch nicht überall richtig gut… nicht so wie auf Peloponnes, wo es fast in jedem Dorf, Friedhof und Strand, Brunnen oder Duschen gibt zum Wasser tanken.
Hier darf man aber immer teils kostenlos (Spende 2-5 Euro ok.) oder gegen Bezahlung, Entsorgen und Wasser auffüllen. Die CPs sind oft auch sehr schön, liebevoll und mit Fantasie gestaltet. Auch für Reisende mit Auto oder Fahrrad, mit oder ohne Zelt, meist hat es herzige Holzhäuschen zu mieten.

Gestern sind wir dann in die Stadt Kuressare gefahren, diesmal haben wir im (mini) Einkaufszentrum im Telia Shop eine Data Sim Karte erstanden, der überaus nette Mitarbeiter war auch sehr hilfsbereit und hat die Karte auch gleich aktiviert und aufgeladen, so freue ich mich (hoffentlich!) die nächste Zeit, genug und schnelles Internet zu haben.

Danach haben wir die 5 Windmühlen von Angla Tuulikumägi, mit Museum von altem Handwerkszeug, Maschinen, Traktoren und landwirtschaftlichen Geräten besichtigt. Zwei der Mühlen durfte man auch besteigen und von innen bewundern.


Da ja wieder mal Wochenende ist, mussten wir auch einige Strässchen ans Meer anfahren, bis wir eine freie Stelle gefunden haben.
Es hat ja ganz viele der RMK ZELTPLÄTZE (staatliches Waldmanagement), wo man hinfahren, parkieren, picknicken, baden, zelten, übernachten und feuern darf. Die meisten Plätze haben eiserne Grillstellen, Tisch und Bänke, Schutzhütten, Trockentoiletten Häuschen, Abfallbehälter und oft Holzschuppen mit Brennholz inkl. Spaltstock und Axt 🤗👍. Die Hunde und wir geniessen die herrlichen Plätzchen, wo die Hunde noch frei laufen und spielen können. Es wäre eigentlich schönes Wetter, der Himmel ist blau mit paar weissen Wolken, die Sonne bereitet uns einen prächtigen Sonnenaufgang mit leuchtend rotem Himmel zwischen 3.30 und 4.30 Uhr früh und verschwindet dann mit wiederum spektakulärem Hintergrund um 23.30 Uhr … wobei es dazwischen auch nicht wirklich dunkel wird!
Nur leider pfeifft der Wind eisig um alle Ecken, so dass ein draussen hocken nicht möglich ist… schade!!
So nutzen wir den kühlen Tag zum Lebkuchen backen. Und der Backofen heizt dann auch gleich das Wohnzimmer auf, während der Sturm alle Teppiche sauber bläst, die draussen auf der Leine hängen😀!

etwas mehr wilde Natur… Saaremaa

Fotogalerie von Lettland nach Saaremaa/Estland

Flugs waren wir weiter… und nun in Estland… genauer auf den Inseln von Estland und da auf der mittleren Saaremaa. Da werden wir nun mal etwas Pause machen, unser Übernachtungsplatz ist dieses Mal 5***** es stimmt einfach alles! Eine natürliche Terrasse, paar Meter vom Ufer entfernt, in einer Riesenbucht, flach und sooo ruhig.
Die gegen 100 Schwäne, welche den Morgen lang im seichten Wasser „geweidet“ haben, sind nun am Siesta machen.
Litauen und Lettland begeisterten uns nicht so besonders, ja sicher es hat schöne Plätzchen, nett gebaute Ausflugsziele, Aussichtstürme, Freilichtmuseum etc., aber eben nicht unsere geliebte Wildheit und Freiheit in der Natur, obwohl die Bevölkerungsdichte ja sehr klein ist.

Die Fährfahrt ging von Virtsu nach Muhuu, knapp 15€… ein Luxuskahn, so sanft und leise, dass wir nicht mal bemerkten, dass wir schon ausgelaufen waren.
Ein lecker und gut gekochter Gulasch für Sigi und mir eine prima Fischsuppe verkürzten die ohnehin schon schnelle Fahrt.
Kaum angekommen bogen wir auf eine von Sigi gegoogelte Nebenstrasse ab, zwar mit Sackgasse beschildert, Google und Velowegweiser deuteten aber: dort gehts durch. Und jaaa😀 eben halt auch endlich wieder ein „Lisiweg“…. erst gewölbte grob gesetzte Kopfsteinstrasse und dann Schotterpiste…auch mal matschig und eng, mit Dornengestrüpp und überhängenden Ästen… wie Peloponnes🤗👍.
Zwar haben wir immer noch keinen Elch gesehen, aber immerhin: ein freilaufender Wildhase hoppelte vor uns über die Strasse. Und immer wieder wenn frau denkt, wir sind jetzt allein in der Wildnis, blinzelt uns zwischen Bäumen versteckt ein kleines Häuschen oder eine Siedlung entgegen.
Wir haben uns (von Aussen) auch das Freilichtmuseumsdorf und den Hafen von Koguva angeschaut, stellen aber immer wieder fest, dass wir das natürlichere, bezaubernde „Freilichtmuseum“ erleben auf den kleinen Holper-Nebensträsschen, mit den noch bewohnten, liebevoll gebauten und gepflegten Häusern und Gärten. So viele Details lassen uns staunen und immer wieder müssen wir anhalten.
Zum Beispiel die hölzernen Zäune um die Grundstücke, aus natürlichen Ästen und Stecken geflochten, oder gebunden mit Lianen oder dünnen Weidenästen.


Nachgebaute Windmühlen als Briefkästen oder Hofeinfahrtstafeln aus verknorzten Holzstämmen, geschnitztem Holz, Wurzeln und Blumen geschmückt.

Die erste Nacht war auch etwas schwieriger ein Schlafplatz zu finden. In Lettland wie auch in Estland wurde am 23.6. das Mittsommernachtsfest gefeiert. Da waren alle Picknickplätze an Seen, Flüssen oder Meer von feiernden Familien und Gruppen belegt. Wir fuhren viele an, bis wir dann doch ein leeres fanden, das aber auch nicht leer blieb. Trotz Befürchtungen bekamen wir doch noch eine ruhige Nacht, von den grossen Feiern bekamen wir ausser den am Morgen, noch überall auf der Strecke, rauchenden Überresten der grossen Feuer, nichts mit.

Und wieder mal sorgte Rulo für Aufregung.. und nasse Kleider! In Virtsu durfte er, wie immer vor dem Fressen, seine Runde frei rennen gehen, nur diesmal fand er den Weg nicht mehr zurück.
Der GPS-Tracker hatte nach zwei Tagen draußen schlafen fast leere Batterien und die Internetverbindung war miserabel. Sigi ging los um ihn zu suchen, nur… wir waren in einem Moorgebiet. Wir hörten den „kleinen Wolf“ heulen, er muss verzweifelt sein. Teilweise konnte Sigi den Spuren auf dem Moorweg folgen, bis sie sich dann im Sumpf, Schilf und Wasser verloren. Sie musste ins hüfthohe Wasser steigen und sich durchs hohe Schilf kämpfen. Als sie ihn endlich gefunden hatte, schwimmend und nass bis zu den Ohren, mussten sich dann beide zurück durch Sumpfgebiet kämpfen. Nun hatten die Zwei das Frühstück verdient, beide recht erschöpft aber froh, zurück zu sein.

Gestern beim Besuch beim Leuchtturm auf der Südspitze der Insel, welche früher vom Militär schwer umkämpft war und heute ein schönes Ausflugsziel ist, durfte Castello erstmals ohne Leine spazieren gehen. Anfangs noch angebunden lies er sich noch etwas nach ziehen. Dann machte er brav sein „Geschäft“ in das grosse „Katzenkistli“ und sprang dann fröhlich aufgeweckt mit, interessierte sich für alles, was die Hunde beschnupperten… nur das Wasser fand er dann doch zu nass!
Im netten Restaurant genehmigten wir uns noch eine einheimische kleine Fischmahlzeit und bestaunten den Handwerkshop nebenan, Sigi kam mit einer neuen, warmen Mütze raus und ich mit handgestrickten Socken… beides aus Schaf- und Hundewolle (von Malamuts)! Es hätte noch viel Schönes gehabt … doch wir haben ja alles was wir brauchen dabei 🤗👍!
Auf Piste gings weiter auf der Suche für den Nachtplatz, der hübsche Platz am Leuchtturm war schon besetzt… und kuscheln ist ja nicht unser Ding. Macht nix, war trotzdem schön hin zu fahren und wir haben dabei nebst netten Häuschen und Windmühle noch diesen ausserordentlich tollen Zaun gesehen.

Tja und auch hier holt die Zeit und „Tourismusplage“ die Insel ein… wo früher noch alles frei war, hat es auch hier Schranken und Verbotsschilder und Privatdurchfahrten, manchmal auch schwer als solche zu erkennen und man muss dann schmale Waldwege retour zurückfahren, weil ein Wenden unmöglich ist.

Der eine Platz mit unzähligen Steinmännchen verziert wär zum Übernachten gegangen, doch zogs uns an ein abseits gelegeneres Plätzchen hin, das wir ja dann hier fanden. Einfach toll!

Manchmal läuft einiges schief…

Die Freude am neuen Flitzer währte nur kurz: nach dem Batterieversagen vom ersten Ausflug hab ich den Akku gut gefüllt und wir starteten zur Erkundungstour, nach dem ersten km ein lauter Knall und an Sigi’s E-Bike platzte der Hinterreifen, sie lief zu Fuss zurück während ich noch 2 km weiter auf Entdeckungstour fuhr.
Dann war auch meine Freude am Roller vorbei, der Akku wollte nicht nehr und beim Hinterrad quietschte es grausam.
Garantiert nicht das Geräusch von neuen Bremsen, wie der Verkäufer uns beim Kauf sagte.
Und ich hatte mich so gefreut… nun standen wir 350 km von Klaipeda weg und wollten eigentlich nach Riga… da soll es ein Self Wash Salon und ein IPhone Reparaturshop haben.
Tja und nun sind wir wieder in Klaipeda im Einkaufcenter, zum Glück nahmen sie, dank Sigis ausdruckskräftiger Reklamation, den Roller zurück und zahlten mir den Betrag zurück. Nun steh ich halt ohne Fahrzeug für Citytour etc. da … vielleicht ist mir das Glück ja hold und ich find unterwegs was Zuverlässigeres!

Wir hatten aber auch nettes erlebt… standen beim „Designer“Aussichtsturm bei den Karstseen von Kirkilai. Der sah aus wie eine Riesen Miesmuschel, die sich öffnet, diesmal mit 168 Treppenstufen, wenn man von drunter hoch sah, erblickte man winzige Menschen die sich wie Spinnen auf der Gitterplattform, weit oben, bewegten. Die Aussicht über die Seenlandschaft war toll.
Eigentlich hätten wir noch das Dorf mit seinen mehreren Bierbrauereien besichtigen wollen, na ja .. ein kleines Sortiment des exzelenten Gebräus haben wir ja schon mal erstanden.
Wir betrachteten den Hügel der Kreuze mit seinen inzwischen über 50000 Kreuzen (nicht so mein Ding😝), dafür freute ich mich immer wieder an den vielen Storchennestern und den reizenden, kleinen Holzhäuschen.
Auch einen HippieCampingplatz haben wir auf der Rückfahrt nach Klaipeda an der A12 entdeckt und dort Wasser getankt und fein zu Mittag gegessen.


Nun sitzen wir im Café, zwei leckere Spezialkaffee vor uns, und nutzen das Free Wifi, starten aber gleich nach Riga. Wieder Strecken für Sigi, hier ist eindeutig nicht mein Land… nach 50 km krieg ich die Kriese und meine Augendeckel werden tonnenschwer… ich vermisse die engen, verwinkelten Dorfsträsschen, die steilen, schmalen Serpertinen und die gelassene, hilfsbereite und fröhliche Art der Griechen auf Peloponnes!

Mystisches Litauen…

Gestern besuchten wir das Orvidu Sodyba-Muziejus… den mystischen Garten des Vilius Orvidas, ein Museum draussen auf einem Stück Land. Ein Ort des Widerstands gegen die Sowjets und ein Kunstwerk, teils natürlich, teils durch Vater und Sohn erschaffen. Beide waren Steinmetz und Bildhauer. Frau könnte sich tagelang darin verweilen… immer wieder wird man Neues entdecken, staunen über die gigantischen Steine, riesigen Baumstämme, Schrott, Grabsteine, Kreuze, Skulpturen. Wilde Bäume, blühende Pflanzen, quakende Frösche im Teich und unzählige Vogelstimmen.

Später fanden wir im Nationalpark Zemaitija am See einen netten Übernachtungsplatz. Wir haben für heute eine Fahrradrundfahrt um den See geplant, ich wollte mein neues Fahrzeug ja ausprobieren. Über Nacht hatte ich den Roller ja aufgeladen.
Dummerweise wohl nicht genug… nach mehr als 2/3 der Strecke ging mir der „Saft“ aus.. ich machte ein Päuschen im Schatten während Sigi mit dem E-Bike die Monschterburg holte. Aber Spass hat es trotzdem gemacht… ein lässiges Gefährt!
Hier in Litauen ist viel für die Bevölkerung und Touristen gemacht worden, es hat viele nett gebaute Picknickplätze mit hübschen Sitzbänken, Tischen und oft Schatten spendenden Holzpavillons drüber, für Kinder und jung gebliebene stehen Schaukeln, Wippen und Spielgeräte aus Holz da, für den Hunger und die Gemütlichkeit sind Feuer- und Grillstellen vorhanden. Für Badenixen stehen Umkleidehäuschen am Strand und am Waldrand oft Trockentoiletten.

Mein IPhone ist ausgestiegen, dummerweise hatte ich Daten gespart, nicht synchronisiert und nun ist auf meinem Alten vieles nicht drauf, viele Passwörter und Loginangaben, wichtige Dokumente, alle Chats, meine Fotos!! 😡😢und vieles, vorläufig verloren😩. Ich hoffe, ich finde einen Apple Shop oder einen IPhone Doktor in Litauen oder dann Lettland und ich kann es reparieren lassen! Vermutlich ist es… hoffentlich… nur der Ladestecker Anschluss.
im Moment sind wir aber in einem einsamen Wald, wo Füchse und Hasen sich gute Nacht sagen… ah nein, eigentlich ist es nicht so einsam.. millionenweise blutrünstige Viecher verfolgen uns und auch die Hunde! Trotz diversen Mückensprays!

Heute auf der Fahrt haben wir bei einem melkenden Bauer und Frau, auf der Weide ganz frische, noch warme Milch gekauft, … mhhh das war lecker… noch richtige Milch von glücklichen Kühen, hat mich sehr berührt und mich etwas wehmütig an die schöne Bergbauernzeit in der Surselva erinnert! Am liebsten hätt ich mich auch unter eine Kuh gesetzt und beim Melken geholfen… wie bei meinen ersten Versuchen als 12jähriges Mädchen beim Nachbarbauern, leider mit meinen Rheuma Händen nicht mehr zu schaffen.

Nach vielen staubigen, gut durchgerüttelten Kilometern über Schotterpisten, fanden wir nun doch, durch Sigi’s Recherche, eine nette, grosse Waldwiese zum Übernachten, ausser den fröhlich zwitschernden Vögeln und ab und zu einem vorbei fahrenden Auto ist es angenehm ruhig und wir haben noch keine Menschenseele gesehen (dafür, wie schon erwähnt, gefühlt eine Million Schnakenseelen).

Auch wenn wir es immer wieder anstrengend und oft etwas langweilig finden, die Gegend halt immer wieder etwa gleich… viel grosse, schöne Felder, Weiden, Seen und Flüsschen und dann die längste Zeit, links und rechts der Strasse Wald, Wald und nochmals Wald, an den süssen, kleinen, farbigen, herzigen Bilderbuch-Knusperhäuschen erfreuen wir uns ständig wieder und können uns daran nicht satt sehen, am liebsten würd ich Räder drunter machen und eines mitnehmen. Und auch die romantischen Bauernanwesen, oft einige dieser Holzhäuschen und Stall, schön eingebettet in ein Wäldchen, das nebst Sichtschutz, im Winter vor Kälte und beissendem Wind schützt und im Sommer kühlenden Schatten spendet.
Öfters denke ich… fast ganz Litauen ist ein Freilichtmuseum 🤗!

Bis demnächst… gute Nacht😘😘

Wir sehen Seen…Seen und mehr Seen..

Nächster Übernachtungsplatz war in den Mazuren auf einem Picknickplatz am See. Auf der ganzen Fahrt sieht man rechts und links der Strasse immer wieder hübsche Seen durch die Bäume blitzen.
Abends spielen wir Karten am Holztisch und trinken wieder unseren feinen Mojito.
Wenn nur die gefrässigen Mücken nicht wären….! … Wir werden noch literweise Insektenspray kaufen müssen!

Am nächsten Morgen fuhren wir nicht weit, bei Pisz soll es einen schönen Strand am See haben. Zum Glück fuhren wir die total rumpelige, ausgewaschene, nun trockene Matschstrasse genug früh die paar km. Es waren nur zwei Zelte weiter hinten. Später kam noch ein Paar mit Wohnwagen und Bootsanhänger mit Motorboot. Weiter vorne machte sich eine Motorradgruppe breit. Der See war herrlich zum Schwimmen und danach am Strand in der Sonne zu liegen.
Der Strand füllte sich zunehmend mit Familien mit Kindern.
Vom Abendspaziergang kehrten wir im Stechschritt eilends nach Hause, verfolgt von den blutrünstigen Biestern.
Vier komische, angeheiterte Gestalten im Kampfanzug sprachen uns an und fragten irgendwas, wir dachten sie wollten Bier und ich brachte vier Flaschen raus… aber nein, statt dessen verlangten sie nach zwei Gläsern, zum Glück hatte ich nur eines zur Hand, denn sie füllten es aus einer grossen Colaflasche auf… es war definitiv nicht reines Cola drin. Vorsichtshalber nippte ich nur andeutungsweise am Glas beim Anstossen und überliess grosszügig Sigi den Rest… sicher ist sicher..so bleibt wenigstens eine wach und klar. War dann aber zum Glück alles ganz harmlos.
Plötzlich war die Nacht ganz ruhig, wir schliefen prima, es folgte ein erfrischendes Morgenbad und ein gemütliches Frühstück.

Gestern assen wir noch kurz vor der Grenze nach Litauen, aus regionaler Küche… es hat lecker geschmeckt und war sehr günstig.
Und schwupps waren wir über die Grenze … in Litauen.
Seit wir in Polen und Litauen sind hat mich die Auto-Schlafkrankheit wieder eingeholt… das kannte ich auf Peloponnes nicht, da konnte ich stundenlang am Steuer sitzen und die abenteuerlichen Strässchen fahren und es machte soooo viel Spass. Hier sind die Strassen und Landschaften oft langweilig und einschläfernd, so dass ich öfters Sigi ans Steuer bitten muss.
Es ist zwar wunderschön, die prächtigen Wälder, die niedlichen kleinen, oft bunten Holzhäuschen. Prächtige Felder, herrlich duftende, frisch geschnittene Heuwiesen, aber eben sehr viel geradeaus und Wald, Wald und nochmals Wald.
Die Schnellstrassen oft mit tiefen Fahrspuren der vielen Laster, die ziehen das Womo unangenehm hin und her.
Die 8 Monate Griechenlandreise haben wir keinen Unfall gesehen, die ersten vier Tage ab Deutschland gleich vier schlimme Unfälle… davon einer von einem Armeekonvoi… ein Panzerfahrzeug war in einen Baum der Allee gekracht.

Die letzte Nacht waren wir in einem Wäldchen mit Bade- und Picknickstellen bei Druskininkai, wiederum ein gemütlicher Platz.

Heute haben wir mal was für unser Kultur Wissen gemacht, gleichzeitig unsere körperliche Ertüchtigung unterstützt 🤣, erst haben wir die 150 Stufen zur Aussichtsplattform des Merkiné Turmes im Nationalinis Parkas Duūkijos erklommen und später sind wir durchs „litauische Ballenberg“ (Freilichtmuseum in der Schweiz) gewandert. Der Eintrittspreis, ein 10tel von dem der Schweiz, war erschwinglich, auch wenn wir nur einen Teil der weitläufigen Anlage von 7 km besichtigt haben. Es war viel zu heiss und die Hunde waren im Womo (standen aber mit offenen Fenstern im Schatten)!
Wir haben das Dörfchen mit verschiedenen Handwerkern besichtigt. Die Häuser stammen von überall von Litauen, das älteste ca. über 300 Jahre. Sie wurden abgebaut und im Park wieder aufgebaut. Im Innern liebevoll eingerichtet. Im Moment ist noch Vorsaison Betrieb und die Besucher zerstreuen sich auf die grosse Fläche.
Ideal wäre es mit dem Fahrrad, meines hab ich jedoch in der Schweiz bei Tom gelassen, da ich seit meinem letzten Besuch in Klaipeda mit einem City Cocco Roller liebäugle😍. Für ganz Faule… für 18 € kann man auch mit dem Auto die Tour fahren☹️.

Wir staunen täglich wieder über die Ordnung hier, fast kein Papierchen, keine Flaschen, Büchsen oder sonstiger Müll liegt rum. Die Bu..plätzchen sind nicht mit Gummis und Feuchttüechli übersät, heute haben wir zum ersten Mal überfüllte Abfallkontainer gesehen mit daneben gestapelten Säcken.
Die Strassenränder alle sauber gemäht. Die Gärten bei den Häusern sauber bepflanzt und gehegt, sogar bei den wenigen Altstoffhändlern ist das verschiedene Material schön sortiert aufgestapelt und es liegt nirgends Schrott ums Haus oder Stall.
Die meisten Kühe sind glücklich und frei auf den riesigen Weiden, oft sogar ohne Zaun!

Und wieder mal stehen wir auf einem Picknickparkplatz an einem Badesee, ein Regenguss und leichter Wind hat die Hitze gegen Abend abgekühlt. Es ist 23 Uhr und noch immer ziemlich hell. Auch der Platz hier wird immer noch fleissig von Autos angefahren. Wir sind müde, die Vierbeiner schlafen schon tief.
Guet Nacht!😘😘😴

Nachtrag: es wurde eine nicht besonders ruhige Nacht… junge Männer mit Autos, dröhnende Motoren und schallender Bass vom Autoradio. Sie kreisten mal nach 23 Uhr und dann noch Mals nach 2 Uhr um den grossen Parkplatz bei der Badewiese und stellten sich dann 10 Meter neben uns hin😡! Müsste nicht sein! Dafür ist der Morgen herrlich, erst mit allen 5 Viecher Pippirunde… sogar Castello macht schön brav mit, buddelt ein Loch auf dem sandigen Feldweg und macht rein, natürlich gräbt er seine Hinterlassenschaft ordentlich ein👍🤗.
Mit Fotos werden wir euch später verwöhnen, mit dem spärlichen Internet vom Filiago Sat und auch von der Alditalk kommt kein Foto durch… lästig!

Polen… auf zu neuen Abenteuer…

Endlich wieder Neues aus der Monschterburg… Nachdem ich fast einen Monat auf „Heimaturlaub“ war und dabei viele nette Besuche machen durfte. Aber auch weniger angenehme Sachen erledigen musste. Verschiedene Arztbesuche, in die Röhre für eine MRI-Untersuchung und wegen plötzlichem Drehschwindel gut eine Woche ohne Energie auf Homebasis verweilte.
Aber es war schön meine Söhne mit Frauen und Enkelin zu sehen! Viele liebe Freunde und Verwandte und natürlich ein Besuch auf dem Valurhof bei „meinen“ Isi’s. Leider durfte ich meine Tante nicht mehr besuchen, sie starb überraschend an einer Lungenentzündung im 94. Altersjahr.
Nach der Trauerfeier bin ich dann losgefahren… Richtung Heidelberg, wo ich das restliche Monschterburgteam, Sigi, Rulo und Micky abholte. Eine Nacht verbrachte ich noch am Rhein, weil ich am Ducato die Bremsen machen lassen musste, bei vollster Zufriedenheit und bestem Service des Autohauses Michael Müller in Au am Rhein. Freute mich über den lieben Besuch von Margret und Lottchen.

Es war viel zu heiss in Heidelberg, aber auf dem Königsstuhl beim Märchenparadies konnte ich noch eine angenehme, ruhige Nacht verbringen, dabei neue nette Womobekanntschaft schliessen. Wolfgang schenkte mir ein Solar-Glaslicht.. wieder ein schönes Geschenk, das mich an eine nette Person erinnert!

Fast hätte ich es vergessen zu erwähnen… das Monschterburgrudel ist wieder komplett… seit bald zwei Wochen haben wir Castello dabei, ein aufgewecktes kleines Katerchen, welches sich schon in unsere Herzen geschlichen hat und auch schon mit den Hunden am Freundschaft aufbauen ist. In der Tierarztpraxis Dr. Wenske-Bauer wurde es gechipt und geimpft. Ein recht braves, stubenreines Kerlchen… ausser er muss während der Fahrt in Junes Castello, da kann er bitterlich schreien, miauen und an der „Gefängnistür“ kratzen!

Die nächste Panne war vorprogrammiert: nachdem die Monschterburg auf Homebasis am Landstrom hing, funktioniert der Kühlschrank wieder mal nicht mehr. Mit im Tankstellenshop gekauftem Eis überbrückten wir die Fahrtzeit. In Ladenburg hofften wir auf Hilfe, es wurde uns der Fühler ausgetauscht und der Brenner ausgeblasen.
In Kallinchen, bei Tina und Klaus angekommen, war die Kühlschranktemperatur auf 14 Grad gestiegen. Klaus und Sigi telefonierten herum, Termine für Reperatur bis zu 6 Wochen Wartezeit😡 , eine 40 km entfernte Werkstatt bot uns Hilfe an, der Kühlschrank wird langsam etwas produktiver, hoffentlich pendelt sich die normale Funktion wieder ein! Das Insulin für Micky muss unbedingt gekühlt aufbewahrt werden.

Nun haben wir paar wunderschöne Tage in Itineos Paradies genossen, wurden von den Beiden verwöhnt, sassen im idyllischen Garten am Teich und beobachteten die grossen Koys. Hätte nicht gedacht, dass grosse „Goldfische“ so unterhaltsam und interessant sind!
Der paar Schritte entfernte See lud uns zum erfrischenden Bade… herrlich!
Gestern verabschiedeten wir uns dann von Tina und Klaus, hoffen sie bald mal wieder auf Reisen zu treffen👍🤣!

Nun sind wir schon in Polen, haben die erste Nacht bei einem der vielen hübschen Picknickplätze im Walde verbracht…eine schöne ruhige Nacht!
Am Morgen zogen wir weiter und stehen nun an der Weichsel, einem netten ruhigen Fluss. Hoffentlich wird die Nacht nicht zu unruhig… an der Abzweigung von der Hauptstrasse zum Fluss entdeckten wir nämlich paar spärlich bekleidete Damen. Inzwischen haben sie aber sicher die Besetzung ihres Arbeitsplatzes zur Kenntnis genommen 😜.
Es hat auch noch paar Ausweichplätzchen!

Die Fahrt war zuerst etwas langweilig, viel gerade aus, viele riesige Getreide- und Gemüsefelder, dazwischen Wald, und immer wieder lange Baum Alleen Strassen. Überall aber sehr sauber und gepflegt. Einfamilienhäuser schön herausgeputzt, mit ordentlichen Gärten, oft Bauerngärten, eine schöne Mischung aus Gemüse und Blumen, die Bauernhöfe meist riesig und aufgeräumt. Die letzten 100 km immer wieder kleinere und grössere Seen, leider Seeanstoss im Privatbesitz und eingezäunt. Da wir auf Autobahn verzichteten, hatten wir viele Baustellen, Spurrillen und Hoppelstrassen.
Es ist auch hier recht warm doch angenehm und weniger Luftfeuchtigkeit.

Liebe Grüsse in die Heimat… 🇨🇭 und 🇩🇪 … wir werden wieder berichten.
Falls jemand von den Lesern diesen Sommer auch das Baltikum bereist, ein Treffen würd uns freuen!


Die7Wilden..Lisi und Sigi mit ihren 4 Hunden.. und unserem Jungen Katerchen Castello, ein eingespieltes Rudel, Reisen und Leben im Womo durch Europa

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